Hannes Damm
Sobald die Ministerin am Mikrofon ist, mache ich das gerne. So, guten Morgen, Frau Martin, auch noch mal! Ich befrage jetzt die Landesregierung zur Zukunft des Kinokulturpreises MV, denn mit großem Unverständnis und wachsender Sorge nehmen viele Kinobetreiberinnen und Kinobetreiber in Mecklenburg-Vorpommern zur Kenntnis, dass die Position des strategischen Kinoplaners im Land gestrichen und die Organisation des Kinokulturpreises MV der Filmland MV gGmbH entzogen wurde. Über die Gründe hatten Sie ja bereits im Kulturausschuss berichtet, das ist auch nicht Gegenstand der Frage. Denn unbenommen droht diese Entscheidung jahrelang erfolgreiche Aufbauarbeit zunichte zu machen. Gerade die Filmland MV hat es ja geschafft, die Kinolandschaft im Land zu stabilisieren, zu vernetzen und die kulturelle Bedeutung des Kinos als Ort der gesellschaftlichen Diskussion zu stärken. Zugleich besteht jetzt noch völlige Unklarheit darüber, ob und wann der Kinokulturpreis 2025 überhaupt ausgeschrieben wird. Während im vergangenen Jahr die Einreichungsfrist bereits im Februar begann, gibt es in diesem Jahr noch keinerlei Informationen. Im Ausschuss haben Sie sogar die bisher vom Land dafür vorgesehenen Mittel infrage gestellt. Der Kinokulturpreis ist aber ein zentrales Instrument, um anspruchsvolle, gesellschaftlich relevante Kinoprogramme zu fördern und das kulturelle Leben im Land zu verstärken. Eine Schwächung oder gar Abschaffung wäre nicht nur ein fatales Signal für die Film- und Kulturszene, sondern auch für Demokratieförderung in Mecklenburg-Vorpommern. Ich frage deshalb die Landesregierung: Bestehen in Ihrem Ministerium Absichten, auf die Streichung der Förderung oder gar die Abschaffung des Kinokulturpreises MV abzuzielen, und, wenn nein, wann wird das diesjährige Prozedere für die Antragstellung bekannt gegeben?
