Christian Pegel
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Es sind mehrere Punkte angesprochen worden, wo ich zumindest nicht im Raume stehen lassen will, zu denen ich auch nichts gesagt habe heute, dass sie sich so zutragen. Herr Schneider hatte heute vorgetragen, er wüsste heute schon von einem einstelligen Millionenbetrag, der als Schaden entstanden sei. (Zurufe von Thomas de Jesus Fernandes, AfD, und Jens-Holger Schneider, AfD) Von mir haben Sie diese Zahl nicht. Ich habe ganz ausdrücklich darauf hingewiesen, (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Haben Sie die Handys gratis gekriegt, oder ...?) dass wir zurzeit allenfalls einen kleineren sechsstelligen Betrag kennen. Ich staune sehr und lasse mir die Zahlen von Ihnen gerne geben. (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Die Dienstgeräte!) Ich würde deutlich dazu anraten, erst abzuwarten, was du tatsächlich an Geräten weiterverwenden kannst, (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Herr Pegel, die können Sie nicht weiterverwenden!) welchen Aufwand du betreiben musst, bevor Sie Schäden ... (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Seien Sie ehrlich, das wissen Sie jetzt schon!) Diesen Vorwurf, nicht ehrlich zu sein, finde ich unverfroren. (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Ich habe gesagt, seien Sie ehrlich!) „Seien Sie ehrlich“, genau, das ist doch der umgekehrte Vorwurf. (Zuruf von Jens-Holger Schneider, AfD) Da steckt doch der Vorwurf drin, nicht ehrlich zu sein. Ich habe sowohl im Ausschuss als auch hier Dinge sehr breit und sehr detailliert dargetan, im Ausschuss noch viel breiter, weil es Dinge gibt, die ich aus ermittlungstaktischen Gründen und weil ich im Übrigen deutliche Rückrufe meines eigenen Hauses kriege, die sagen, du bist viel zu transparent, das dringt nämlich weitgehend raus, und was raus dringt, wissen auch die Angreifer, und die Angreifer gehen im Zweifel mit diesen Erkenntnissen um und können sich auch ihrerseits taktisch-strategisch mit ihrem weiteren Angriffsverhalten auf unsere Wissensstände einstellen. Das ist im Übrigen auch der Grund – und da würde ich Frau Oehlrich einmal ansprechen, die sich beklagt hatte und sagt, Mensch, Sie haben mit der Presse geredet –: Erstens, ich habe eine erste Beratung ausdrücklich unter Vertraulichkeits- und Geheimhaltungsgesichtspunkten im Ausschuss durchgeführt und habe keine Silbe gesagt, habe mich aber dann breit in der Presse wiedergefunden. Hat mir im Übrigen massive berechtigte Nackenschläge der Ermittler und der Kollegen des Hauses eingebracht, die sagen, was soll denn das in der Zeitung, das ist der sichere Weg, dass die Angreifer Informationen haben. Ich habe daraufhin, als ich die zweite Information gegeben habe, in der Tat, und zwar sehr differenziert, im Ausschuss vorgetragen, zwischen öffentlich und geheimhaltungsbedürftig, habe ich immer hin und hergesprungen. Und dieses Hin- und Herspringen habe ich dann, die offenen Teile, in der Tat auch genutzt, um Medienvertreter im Hintergrundgespräch – und auch da beschränkt, dass eben nicht alles berichtet werden darf – ins Bild zu setzen, ...
