Dr. Harald Terpe
Frau Präsidentin! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Ich fange mal so an: Die AfD kennt solche Begriffe wie „Die Kirche im Dorf lassen“ nicht, ergeht sich in Übertreibungen und Widersprüchlichkeiten und keilt dann aus. Ich könnte jetzt den Job von meinem geschätzten Kollegen Harry Glawe übernehmen und sagen, wo Sie am Rande von dem sind, was Verschwörungstheorien allgemein sind, (Jens Schulze-Wiehenbrauk, AfD: Danke! – Zuruf von Jens-Holger Schneider, AfD) das ist genau die Aussage, die Sie zu Gates gemacht haben. Sie wissen das, dass Gates für alles verantwortlich gemacht wurde, für irgendetwas … (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Welche Aussage war denn das genau?) Na ja, ich habe ja gesagt, am Rande. (Zuruf von Petra Federau, AfD) Sie wissen schon, worauf es hinausläuft. Die Widersprüchlichkeiten kann ich Ihnen jede einzelne sagen, (Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD) zum Beispiel auch, dass Sie sagen, die WHO oder die UNO würden die Möglichkeit haben, (Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD) die Macht über gesundheitliche Entscheidungen bei uns im Lande, … (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Nur die WHO, ich habe nur über die WHO gesprochen!) Ja, WHO ist ja bei der UNO angesiedelt. (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Ich habe nur über die WHO gesprochen!) … die Macht, … Quatschen Sie doch nicht immer dazwischen! Hören Sie erst einmal zu! (Tilo Gundlack, SPD: Das kann er doch nicht!) … die Macht über die gesundheitlichen Entscheidungen des Landes hier in Deutschland zu übernehmen, das ist nicht richtig. Das ist nicht mal, das kann nicht mal die EU an der Stelle. Sie sind ja auch EU-Kritiker, starke. (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Sie haben die Verträge nicht gelesen.) Aber das ist gesichert, dass wir die Entscheidungen im Lande über das Gesundheitssystem übernehmen. (Beifall vonseiten der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD) Das ist gesichert, und da können Sie reden, wie Sie wollen, weil Sie an der Stelle auch gar keine Ahnung haben. (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Sie kennen die Verträge nicht, sonst würden Sie das nicht so sagen.) Weitere Widersprüchlichkeiten in Ihrem Pamphlet, das Sie vorgetragen haben, sind, dass Sie sich auf der einen Seite gegen die Verantwortung des Bundes, zum Beispiel für die Beschaffung von Hilfsmitteln und Gesundheitsprodukten aussprechen, … (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Stimmt nicht!) Haben Sie gesagt! Sie haben gesagt, dass da auf Bundesebene was übertragen wird. … und auf der anderen Seite sich beklagen darüber … (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Das ist ja wirklicher Quatsch, was Sie da sagen!) Na ja, das behaupten Sie. Lesen Sie doch Ihre, Ihre eigenen Sachen! (Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD) Gar nichts, gar nichts Vernünftiges haben Sie vorgetragen, gar nichts! (Glocke der Vizepräsidentin – Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD) Gar nichts Vernünftiges haben Sie vorgetragen. Es ist voller Widersprüche, und das wollte ich hier noch einmal auf den Punkt bringen. (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Das habe ich rübergebracht!) Und ich persönlich bin der Meinung und meine Fraktion auch, dass es wichtig ist, internationale Abkommen, gerade in der Bekämpfung von Pandemien, zu haben. (Zuruf von Hannes Damm, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Ich bin auch nicht der Meinung, wie gesagt worden ist, das ist zu langsam gewesen, wie das ist. Das war – in drei Monaten wussten wir schon Bescheid über die Frage, was in Wuhan passiert ist und wie die Ausbreitungsgeschwindigkeiten, wie die Krankheitsbilder sind. Wer sich da informieren konnte, wusste das schon. Die Frage war nur, wie reagieren wir in Deutschland, oder jedes Land hatte die Frage, wie reagieren wir darauf, und da ist es schon davon abhängig, wie krankheitsmachend ein Erreger ist. Und Sie würden hier nicht so locker daherreden, wenn es eine Pandemie geben würde mit sehr viel höheren Gefahren für Todesfälle, (Zuruf von Tilo Gundlack, SPD) als es jetzt bei der Corona-Pandemie war. Es gibt Pandemien, da sind die Todesfälle zehn Prozent, da würden Sie hier nicht so locker sitzen und Ihr Gewäsch von sich geben. (Zuruf von Jens Schulze-Wiehenbrauk, AfD) Genauso ist es. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Und das war genau … Sie brauchen, können Sie nachher machen, ich antworte sogar.
