Barbara Becker-Hornickel
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren Abgeordnete! Ich finde, das ist ein wirklich wichtiger, zeitgerechter Antrag. (Sebastian Ehlers, CDU: Sehr richtig!) Künstliche Intelligenz verändert unseren Alltag – nicht irgendwann, sondern jetzt. Schülerinnen und Schüler lernen und schreiben Hausaufgaben mit KI, Videos kursieren auf TikTok, X und Instagram, die täuschend echt, aber niemals passiert sind. Und gleichzeitig stellen sich viele die Frage, was ist noch echt und was kann ich glauben. Für uns als Abgeordnete der FDP ist klar, wer in einer digitalen Gesellschaft bestehen will, braucht den Zugang zur Technologie, aber auch das Wissen und die Fähigkeiten, sie zu verstehen und kritisch einzuordnen. Sie alle wissen, KI- und Medienkompetenz ist eine essenzielle Zukunftskompetenz und Voraussetzung für digitale Mündigkeit und Teilhabe. Deshalb ist es richtig, dass wir den Umgang mit KI schon in der Schule und in der außerschulischen Bildung gezielt fördern, denn gerade junge Menschen müssen lernen, Deepfakes zu erkennen, Desinformationen zu entlarven und sich souverän im digitalen Raum zu bewegen. Das ist heute auch ein Teil von Demokratieschutz. Gleichzeitig müssen wir auch an diejenigen denken, die nicht mit digitalen Technologien und KI aufgewachsen sind, erwachsene Menschen jeden Alters. Wir finden die Förderung der digitalen Teilhabe von Seniorinnen und Senioren, wie im Antrag gefordert ist, ein starkes Signal. Bildung muss für alle zugänglich sein. Und mein Kollege Wulff hat ganz frech zu mir gesagt – als wir gefragt wurden, warum ich dazu spreche –, ja, das ist eine Betroffene. Damit hat er gar nicht so unrecht. (Heiterkeit bei Nadine Julitz, SPD, und David Wulff, FDP) Denn nur, wenn auch ältere Menschen KI verstehen und beurteilen können, (Patrick Dahlemann, SPD: Ein Flegel, ein Flegel!) können sie sich aktiv und sicher am gesellschaftlichen Leben beteiligen. (Beifall David Wulff, FDP) Zurück zur Schule. Den Vorschlag eines landesweiten Schulwettbewerbs in KI begrüßen wir, denn er kann junge Menschen für KI begeistern, Kreativität fördern und Talente sichtbar machen. Aber dabei darf es nicht bleiben. Wir brauchen verlässliche, datenschutzkonforme Tools für Schulen, niedrigschwellige Fortbildungen für Lehrkräfte und eine klare Haltung: Nicht Technik first, sondern Bildung first! Der Antrag der CDU schlägt hier die richtige Richtung ein, deshalb stimmen wir mit Überzeugung und mit dem klaren Ziel, digitale Bildung in Mecklenburg-Vorpommern mutig und verantwortungsvoll weiterzuentwickeln, zu. – Vielen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktion der CDU und David Wulff, FDP)
