Dr. Till Backhaus
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Stein, die Sache ist doch vollkommen klar. Wenn ich mir überlege, rein jetzt sachlich von den Fakten her, wie hoch ist der Anteil der Flächen, die wir im Windbereich haben, da liegen wir heute bei knapp 1 Prozent. 99 Prozent der Fläche ist von Windkraftanlagen frei. Das nehmen wir mal zur Kenntnis. Im Übrigen, bei jeder Windkraftanlage, bei jeder ... (Enrico Schult, AfD: Sie wollen aber auch 2,1 Prozent, Herr Backhaus.) Ja, es ist ja klar, wo Sie hinwollen. Bei jeder Windkraftanlage wird selbstverständlich die Frage geprüft, sind dort Umweltrahmenbedingungen so erfüllt, dass sie überhaupt dort genehmigungsfähig sind, (Zuruf von Jens-Holger Schneider, AfD) von FFH über Vogelschutz bis hin zum Artenschutz – was meinen Sie, warum wir diese Diskussion in diesem Lande haben –, da sage ich mal ausdrücklich, von der Landschaftsrahmenplanung über die Raumordnung bis hin zu dem Artenschutzthema. Und im Übrigen werden dann auch in dem Zusammenhang immense Ersatz- und Ausgleichsmaßnahmen durchgeführt. Und dann bitte ich jetzt wirklich ausdrücklich, dass Sie sich jetzt für das Rotwild – für mich ist es auch eine faszinierende Art, das Damwild gehört im Übrigen auch noch dazu und das Rehwild noch genauso und auch andere Arten –, (Der Abgeordnete Nikolaus Kramer bittet um das Wort für eine Anfrage.) und da will ich mal festhalten, das haben Sie zumindest hier bestätigt, dass die Probleme, die Sie so ein bisschen als rosaroten Elefanten hier an die Wand malen, dass wir genetische Probleme bekommen, ich sage mal ausdrücklich, Sie haben recht, im Süden haben wir die Probleme, weil dort das Rotwild, das Damwild, verhasst ist, weil die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer das Problem haben, dass, wenn da Überpopulation entsteht, dass dort der Wald aufgefressen wird. Das wissen Sie doch ganz genau.
