Barbara Becker-Hornickel
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Unsere Wälder liefern uns verschiedene Ökosystemdienstleistungen, auf die dieser Antrag zu Recht aufmerksam macht und Maßnahmen zur Renaturierung unterstützt. Die Vorschläge scheinen durchaus moderat und fachlich fundiert. Die Umgestaltung des Landeswaldes in Richtung Dauerwald, das ist Landeshoheit. Hier sehen wir keinen Anlass zur Kritik. Die planerische Aufarbeitung der Flächenkulisse sowie die Prüfung bestehender Förderprogramme für die Anwendung im Wald erscheinen sachgerecht. Die rechtliche Absicherung der Wiedervernässung, indem sie künftig keine Waldumwandlung mehr darstellt, sondern fachlich fundiert geplant ist, ist ein nachvollziehbarer Schritt. Hier geht es um Klarheit und Planungssicherheit, denn Waldbesitzer denken in Generationen. Umso wichtiger sind verlässliche Rahmenbedingungen, die Eigentum respektieren und eine nachhaltige Nutzung ermöglichen. Die Interessen der Eigentümerinnen und Eigentümer wollen wir gewahrt wissen. (Beifall vonseiten der Gruppe der FDP) Wir begrüßen ausdrücklich, dass Anreizinstrumente wie die MoorFutures auch für Waldmoore zur Verfügung gestellt werden sollen. Die Inwertsetzung ökologischer Leistungen ist ein modernes, marktorientiertes Instrument. Die Verbindung zur Novelle des Landesjagdgesetzes in der Begründung finden wir aber eher irritierend. Das Thema gehört dort schlicht nicht hin. Gleichzeitig ist für uns klar, die Moorschutzpolitik des Landes wird weiter unsere Aufmerksamkeit haben. Eigentumsfragen müssen mit Augenmaß behandelt werden. Wald- wie Landwirtschaftsflächen dürfen nicht schleichend entwertet werden. Wir erwarten, dass die Landesregierung bei der Umsetzung auf Dialog, Freiwilligkeit und langfristige Planungssicherheit setzt. Dieser Antrag hat uns nicht überzeugt. Wir lehnen ihn ab, genauso wie den Änderungsantrag der GRÜNEN. (Beifall vonseiten der Gruppe der FDP)
