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Dr. Till Backhaus

26.06.2025 Sitzungen 8/109

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Zunächst erst mal herzlichen Dank für diesen Antrag, denn er macht ja deutlich, dass der Dreiklang, wenn man so will, aus Klimaschutz, Artenschutz, sauberem Wasser tatsächlich für uns eine allerhöchste Priorität hat! Und dafür bin ich dankbar. (Zuruf von Hannes Damm, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Meine sehr geehrten Damen und Herren, für mich ist auch inhaltlich klar, dieser Antrag findet unsere volle Zustimmung aus der Sicht der Landesregierung, denn am Ende geht es ja darum, dass wir mit diesem Projekt im Übrigen deutlich machen, was wir in den letzten Jahren auf den Weg gebracht haben. Ich will mal eine Zahl schon mal nennen: Mecklenburg-Vorpommern hat einen Zuwachs insgesamt seit 1990 von Wald von 15.000 Hektar. (Hannes Damm, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Wie viel ist davon Dauerwald?) Das hat kein anderes Bundesland bisher zustande gebracht. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) 15.000 Hektar! Herr Damm, darüber können Sie gerne lachen, das ist aber nicht ideologiebasierte Politik, wie Sie mit Ihrem Antrag hier wieder vorgelegt haben, denn das Lübecker System als das Heilmittel hinzustellen, Sie wissen, dass das auch nicht ganz unumstritten ist in Gesamtdeutschland. (Zuruf von Hannes Damm, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Ich sage mal ausdrücklich, dass der Wald ein Multitalent ist im Übrigen in diesem Bundesland und damit, wenn ich so große Überschriften nennen darf, natürlich ist er Arbeitgeber. Wenn wir allein in der Landesforst über 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben und im Übrigen 120 Millionen Euro an Umsatz machen, dann ist es auch ein wichtiger Arbeitgeber. Und im Übrigen, dass wir damit dezentrale Verwaltungseinheiten mit dem Einheitsforstamt in Mecklenburg-Vorpommern haben, ist auch nicht ganz von der Hand zu weisen, es ist jedenfalls eines der größten mit der Beteiligung des Landes, und dann im Eigentum, runde 280.000 Hektar sind allein im Eigentum des Landes Mecklenburg-Vorpommern, ist das auch eine Verantwortung, nämlich ökonomisch, ökologisch und sozial verantwortlich zu sein. Und dafür, (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) dafür möchte ich ausdrücklich unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Landesforst, aber auch den Kommunalwäldern, aber mich auch bei denen der Privatwälder bedanken. (Beifall vonseiten der Fraktion der SPD) Er ist, er ist, unser Wald ist im Umbau. Im Übrigen, die „Ivenacker Erklärung“, ich bin da heute noch glücklich darüber, dass wir diese damals entwickelt haben, weil wir da nämlich das Grundprinzip des Dauerwaldes und damit die nächste Stufe, wenn man so will, von der naturnahen Waldbewirtschaftung dann zum Dauerwald kommen und damit einen Mehrschichtwald aufbauen, der damit auch im Übrigen dem Klimawandel trotzt und im Übrigen auch den Wirtschaftsfaktor dabei nicht außer Acht lässt. Und ich will mal ausdrücklich sagen – und danke dafür auch, Monique Wölk, dass du das eben schon mal angedeutet hast –, dass es eben auch ein Nutzwald bleibt, der damit auch seiner Funktion ökonomisch, ökologisch und der sozialen Verantwortung natürlich auch gerecht wird. Und ich finde im Übrigen auch, dass die anderen Grundaussagen, die wir hervorragend mit der Anerkennung des Waldes – er hat nämlich in Deutschland einen ausgezeichneten Ruf, der Wald, immer noch, nicht nur als Wirtschaftsfaktor, sondern als Kulturgut, im Übrigen als Wasserreservoir, allein in Mecklenburg-Vorpommern über 20 Prozent des Trinkwassers, was wir heute zu uns nehmen, wird aus den Wäldern gefördert, aus den Grundwasserreserven, die wir tatsächlich in unseren Wäldern haben. Oder es ist natürlich auch ein Bildungsort für die nachhaltige Entwicklung auch der jüngeren, der nachfolgenden Generationen. Oder es ist natürlich ein ganz besonderer Teil unserer Kultur, der Kunst und der Geschichte, die wir in unserem Bundesland haben. Wenn ich allein die Bodendenkmale, oder mit dem Innenminister, wenn wir tatsächlich noch die Glocke jetzt finden sollten in der Nähe von Stralsund, wäre das ja auch ein Beispiel. Und deswegen will ich mal ausdrücklich sagen, wir haben uns auf den Weg gemacht, ausdrücklich auch die Konzeption des Landes, (Zuruf von Hannes Damm, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) die Strategie des Waldumbaus auf den Weg zu bringen. Gucken Sie sich mal an, wir haben tatsächlich eine CO - 2 Senke. Es ist eben schon angedeutet worden, wir sind eine CO -Senke. In anderen Bundesländern, leider, 2 durch die Kalamitäten, aber auch durch eine fehlerhafte Steuerung der Wälder, sind wir im Harz oder in Niedersachsen, gucken Sie sich das mal bitte an, was wir an Fichtensterben haben! Scheinbar nehmen Sie das überhaupt nicht zur Kenntnis. Mecklenburg-Vorpommern hat diese Situation nicht. (Hannes Damm, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Noch nicht.) Deswegen bin ich unendlich dankbar, dass wir mit unseren Forstleuten die wahren Grünen in diesem Lande haben. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE – Nikolaus Kramer, AfD: Jetzt führen Sie uns da nicht hinter die Fichte!) Wenn ich, wenn ich, wenn ich auch darauf hinweisen darf, mit unserer Nachhaltigkeitsstrategie, dass wir den höchsten Zuwachs im Übrigen nach Bayern, was das Holz auf dem Hektar anbetrifft, dass wir pro Jahr 24 Kubikmeter Holzzuwachs haben in Mecklenburg-Vorpommern und damit auf 342 Festmeter auf den Hektar erhöht haben, dann ist das ein Beweis dafür, dass das genau die Nachhaltigkeitsstrategie ist. Nicht alles stilllegen und dann dieses Volksvermögen verschleudern, (Hannes Damm, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Wir haben ein Wirtschaftsmodell gefordert im Antrag, Herr Backhaus.) wie die GRÜNEN das in Teilen machen, sondern in sinnvoller Weise nutzen und damit auch zum Vermögen, zur Arbeit, zur Wertschöpfungskette beizutragen, das halte ich jedenfalls nach wie vor für richtig. Ich habe bereits angedeutet, wir haben das große Glück, dass wir in einer Senkenfunktion uns befinden und damit im Übrigen auch neben dem Landeswassergesetz – das ich ja auch gerade in dieser Woche durchs Kabinett gebracht habe, und in der nächsten Landtagssitzung werde ich es dann hier einbringen, ich freue mich jetzt schon auf die Debatte –, im Übrigen ist damit ein völlig neues Werk, und dabei spielt natürlich das Wasserrückhaltevermögen in der Fläche eine ganz, ganz wichtige Rolle. Das Süßwasser, diesen Schatz, den wir haben, im Übrigen in der Fläche zu halten, dazu dient ja auch unser Moorschutz- und Nutzkonzept. Im Übrigen hat das eine hohe Akzeptanz, und ich glaube auch, dass wir mit dem neuen Landeswasser- und Küstenschutzgesetz auch damit Maßstäbe liefern, (Hannes Damm, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Haben Sie da auch nicht alle Ziele verpasst, Herr Backhaus, beim Moorschutz?) im Rahmen auch dieser Strategie klimastabile Wälder und eine stabile Entwicklung in diesem Lande zu garantieren. (Präsidentin Birgit Hesse übernimmt den Vorsitz.) Und ich finde im Übrigen auch noch mal ausdrücklich, der Beweis dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind, auch mit der Dauerwaldstrategie, wird durch die Bundeswaldinventur ausdrücklich unterstrichen. Und wenn ich mir ansehe, dass wir mittlerweile gut 25 Prozent Waldanteil haben, wenn das so weitergeht mit der Aufforstung, (Zuruf von Hannes Damm, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) dann werden wir im kommenden Jahr im Übrigen etwa 640 Hektar noch mal zusätzlich neu aufforsten. (Zuruf vonseiten der Fraktion DIE LINKE: Sehr gut!) Und dann werden wir im Übrigen nicht nur unser Ziel mit den fünf Millionen Bäumen, sondern deutlichst überschritten haben. Und wir werden dann im Übrigen so gut wie 26, etwas über 26 Prozent Waldanteil haben. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE – Torsten Koplin, DIE LINKE: Sehr schön!) Und das wird, das wird, (Patrick Dahlemann, SPD: So geht verantwortungsvolle Politik.) das wird im Übrigen dazu führen ...

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