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Barbara Becker-Hornickel

FDP 26.06.2025 Sitzungen 8/109

Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren Abgeordnete! Wir als Abgeordnete der Gruppe der FDP lehnen diesen Antrag der AfD-Fraktion zur Schulsozialarbeit ab. Ohne Frage, die Schulsozialarbeit ist ein wertvoller zentraler Bestandteil ganzheitlicher Bildungs- und Erziehungsarbeit, sie verbindet Schule und Jugendhilfe, und genau das ist ihre Stärke. Der Antrag der AfD zielt auf eine Entkopplung beider Systeme und will die Schulsozialarbeit in das Schulgesetz überführen. Damit würde sie zu einem verlängerten Arm der Schulleitung – weisungsgebunden, pädagogisch eingeschränkt und weniger flexibel. Schulsozialarbeit lebt aber gerade davon, unabhängig zu sein, vertrauensvolle Beziehungen aufzubauen und Schülerinnen und Schüler dort zu erreichen, wo Schule allein nicht mehr weiterkommt. Wir sehen deutlich, dass es an unseren Schulen zunehmend zu Gewaltvorfällen kommt. Das ist ein ernstes Problem. Schule soll, ja sie muss ein Ort der Sicherheit sein, ein Ort des Lernens, ein Ort der Persönlichkeitsbildung und Entfaltung. Keinesfalls darf sie zu einem Ort der Angst, der Unsicherheit, der Regellosigkeit und der Gewalt werden. (Beifall vonseiten der Gruppe der FDP) Die gesamte Schulgemeinschaft – Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern – hat das Recht auf einen physisch und psychisch sicheres Umfeld. Das Thema Gewalt an Schulen muss noch mal mit aller Entschiedenheit und mit der gebotenen Ernsthaftigkeit und differenzierten Maßnahmen angegangen werden. Wir wollen, dass Schulen mit eigenen Budgets und Entscheidungsspielräumen ausgestattet werden, inklusive der Möglichkeit, passgenau und bedarfsgerecht multiprofessionelle Teams zusammenzustellen. (Beifall vonseiten der Gruppe der FDP) Das bedeutet nicht Einheitslösungen von oben, wie von der AfD-Fraktion vorgeschlagen, sondern bedarfsgerechte Unterstützung vor Ort durch mehr Kooperation mit Jugendhilfe und anderen sozialen Diensten, Gewaltprävention, Respekt und Eigenverantwortung, ja, aber auch Inklusion, Demokratieförderung und das Aufbrechen sozialer Benachteiligung gehören dazu. Deshalb sagen wir, Schulsozialarbeit gehört gestärkt, aber nicht durch Zentralisierung und Einschränkung, sondern durch Freiheit, Vielfalt und Zusammenarbeit. – Danke! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, DIE LINKE und der Gruppe der FDP)

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