Torsten Koplin
Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Zweifelsohne wendet sich die CDU-Fraktion mit ihrem Antrag einem wichtigen Thema zu, eine schnelle Erste Hilfe kann Leben retten. Laienreanimation, Erste-Hilfe-Ausbildung und deren Auffrischung, Etablierung des Themas an Schulen und in Betrieben sind einige Schlagwörter dazu, hierzu ist auch schon inhaltlich vertiefend ausgeführt worden. Die CDU-Fraktion fordert nun, im Bereich der Kitas und Grundschulen jeweils ein Modellprojekt zu initiieren. Außerdem soll eine Erste-Hilfe-Ausbildung ab der Jahrgangsstufe 7 verpflichtend in den Schulen verankert werden. Bereits bestehende Initiativen und Angebote sollen stärker gefördert und schließlich soll eine landesweite Marketingkampagne für die Rolle und Bedeutung von Erste-Hilfe-Maßnahmen gestartet werden. Und zum Schluss wollen Sie die Landesregierung auffordern, sich auf Bundesebene für die Einführung einer bundesweit einheitlichen Ersthelfer-App sowie für deren Finanzierung einzusetzen. Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Die Gesundheitsministerin hat bereits ausgeführt, was in der Vergangenheit alles unternommen wurde und gegenwärtig getan wird beziehungsweise geplant ist, um im Sinne Ihres Antrags, meine Damen und Herren von der CDU, die Erste Hilfe im Land auszubauen und zu stärken, somit die Überlebenschancen bei Herz-Kreislauf-Stillständen im Land zu verbessern. Mit dem Projekt „Retten macht Schule“ der Björn Steiger Stiftung wurden allein 300 Lehrkräfte und 54.000 Schülerinnen und Schüler ausgebildet. Seit dem Schuljahr 2024/25 steht das Konzept mit einem Leitfaden allen Schulen im Land im Rahmen eines zweijährigen Modellvorhabens zur Verfügung. 29 Schulen haben bereits die Erste-Hilfe-Ausbildung freiwillig eingeführt, bis zu 2.000 Schülerinnen und Schüler konnten im ersten Schritt ausgebildet werden. Mit dem Erlass „Aus- und Fortbildung in der ‚Ersten Hilfe‘ für Beschäftigte des Ministeriums für Bildung und Kindertagesförderung an den öffentlichen Schulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern“, der mit der Unfallkasse Mecklenburg-Vorpommern abgestimmt wurde, wird die Aus- und Fortbildung von Ersthelfern im Bereich der Lehrkräfte festgelegt. Durch die umfassende Einbeziehung insbesondere der Klassenlehrkräfte sind mittlerweile auch über 90 Prozent der schulischen Beschäftigten in Mecklenburg-Vorpommern in Erster Hilfe ausgebildet. Die Ministerin hat auch zu den anderen Maßnahmen wie Land|Rettung und anderen schon ausgeführt. Sie sehen also, die Landesregierung war und ist auch in diesem Bereich nicht untätig. Und so wird es auch in diesem Jahr in Mecklenburg-Vorpommern Aktionstage zur Ersten Hilfe und zur Reanimation geben. In der Koalitionsvereinbarung auf Bundesebene wurde sich dazu verpflichtet, Gesetze zur Notfall- und Rettungsdienstreform auf den Weg zu bringen. Auch wir setzen darin große Hoffnungen. Und was den Punkt II.5 betrifft, wo Sie entsprechend eine Forderung aufstellen, die eigentlich hier in Ihrer Forderung an die Gesundheitsminister/-innenkonferenz adressiert ist, sehen wir große Chancen eher darin, dass Sie die Kontakte zu Ihrer Bundesgesundheitsministerin nutzen, um diese Sache auch voranzubringen. (Zuruf von Katy Hoffmeister, CDU) Dass auf der Ebene der Gesundheitsminister/-innenkonferenz diesseitig schon Impulse gegeben wurden, ist ja vorhin gesagt worden. Ich denke, im Sinne der Sache ist, wenn wir gleich mehrere Kanäle beziehungsweise Kontakte nutzen, um an der Stelle weiterzukommen. – Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE)
