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Dirk Stamer

SPD 15.05.2025 Sitzungen 8/106

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Zunächst einmal möchte ich mich ganz herzlich für die in weiten Teilen konstruktiv geführte Debatte bedanken und stelle an dieser Stelle ganz erfreut fest, dass wir inhaltlich nicht weit auseinanderliegen, abgesehen tatsächlich mit der AfD. Gestatten Sie mir kurz hier den Hinweis, Herr Timm, ich finde es ausgesprochen bedenklich, wenn der Ausschussvorsitzende des Wissenschaftsausschusses die jahrzehntelange Forschung im Bereich des Klimawandels vollkommen ignoriert und einen menschengemachten Klimawandel (Zuruf von Enrico Schult, AfD) an dieser Stelle noch einmal deutlich leugnet. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Julian Barlen, SPD: Blamabel!) So ist es. Mecklenburg-Vorpommern soll zu einer, (Enrico Schult, AfD: So hat die Kirche damals argumentiert. Als Blasphemie wurde das dargelegt.) einer Hochburg für sichere, (Zuruf von Petra Federau, AfD) saubere und zukunftsweisende Kernfusionsforschung werden mit noch größerer internationaler Sichtbarkeit, einer verlässlichen Finanzierung und klarem politischen Rückhalt, den wir heute hier aussprechen können. Ziel ist es für uns, Mecklenburg-Vorpommern als führenden Standort für diese nachhaltige Energietechnologie zu etablieren. Und dies ist für uns in der Wissenschaft ein wichtiger Schritt und leistet darüber hinaus perspektivisch auch einen Beitrag für eine saubere Energieversorgung der Zukunft. Dieser Antrag ist ein für uns strategisch wichtiger Schritt in einem globalen Wettlauf um die Forschung zur Energieversorgung der Zukunft. Und hier haben wir tatsächlich als M-V die einmalige Chance, dabei mitzuspielen. Und diese Chance sollten wir heute hier zusammen nutzen, denn richtig ist natürlich, dass das Energieversorgungspotenzial langfristig erst wirken wird. Das heißt also, die Laserfusionsforschung/die Fusionsforschung kann Teil eines fossilfreien Energieversorgungssystems der Zukunft sein. Selbstverständlich wird es nicht dazu beitragen, die Herausforderungen, die der Klimawandel mit sich bringt, jetzt in kürzerer Zeit lösen zu müssen. Wir haben in M-V hier bereits ein weltweit bekanntes Forschungszentrum in Greifswald und schon eine richtig gute Ausgangslage, und dies wollen wir weiter stärken mit einem weiteren Zentrum in Rostock. Und gute Forschung ist für uns ein Hebel für Innovation, Investitionen und natürlich auch für den Technologietransfer in die Wirtschaft hinein, denn jeder dort investierte Euro bringt auch als Multiplikator durch Drittmittel und Fördermittel für unsere Wirtschaft große Vorteile. Nicht zuletzt sind die gut bezahlten Arbeitsplätze, die an solchen Instituten geschaffen werden, auch in dem Ökosystem drum herum für uns wichtige Strukturen, die wir schaffen und erhalten wollen. Wichtig ist aber auch – das möchte ich hier noch einmal deutlich sagen –, dass das Land Mecklenburg-Vorpommern hier eng verzahnt mit dem Bund vorangeht, denn eine derartig große Aufgabe lässt sich nicht ohne eine gemeinsame Zusammenarbeit angehen. Und daran ist nichts Verwerfliches, sondern das ist ganz extrem schlau sogar, denn dieser Antrag steht für eine Zukunft, in der M-V ganz vorne mitspielen kann, in einer Technologie, die das Potenzial hat, unser Energiesystem auf lange Sicht zu revolutionieren, und steht auch für eine Politik in diesem Land, die nicht abwartet, sondern aktiv gestaltet und dafür jetzt schon die Weichen stellt. (Katy Hoffmeister, CDU: Dann machen Sie das doch!) Daher bitte ich Sie um Zustimmung zu unserem Antrag im Interesse der Forschungslandschaft dieses Landes und bedanke mich ganz herzlich für die Aufmerksamkeit. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

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