Barbara Becker-Hornickel
Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren Abgeordnete! Vielen Dank, Hannes Damm! Das war sehr fachlich. Mein Beitrag kann da am Ende nur etwas prosaischer sein. Also stellen Sie sich ein Mecklenburg-Vorpommern vor, das nicht nur für eine reiche Natur, einen starken ländlichen Raum, Tourismus und Ruhe steht, sondern für exzellente Forschung, Technologieführerschaft und Innovation, ein Bundesland, das internationale Forscherinnen und Forscher bewusst wählen, weil wir es zukunftsorientiert gestalten. Plasma- und Fusionsforschung sind keine Visionen ferner Zukunft, sie sind aktuelle Antworten auf globale Herausforderungen von Energiesicherheit über Klimaschutz bis hin zu technologischer Souveränität. Die Frage ist doch nicht, ob wir daran teilnehmen, sondern wie entschlossen wir es tun. Mecklenburg-Vorpommern hat im Bereich Forschung bereits viel zu bieten: international anerkannte Einrichtungen wie das IPP in Greifswald, die Universität Rostock, motivierte, hoch qualifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Flächen für Wachstum und eine breite Forschungslandschaft, die Themen von der Energieforschung bis zur Medizintechnik abdeckt. Doch Potenziale, meine Damen und Herren, entfalten sich nicht von selbst, sie brauchen strategische Förderung, Freiheit, politische Rückendeckung und einen klaren Gestaltungsanspruch. Deshalb begrüßen wir Abgeordnete als FDP den vorliegenden Antrag und fordern eine ressortübergreifende Koordinierungsstelle, die gezielt Spitzenforschung unterstützt, Hindernisse identifiziert und regionale Innovationsstrategien weiterentwickelt, die Stärkung bestehender Institute und die aktive Ansiedlung neuer Forschungseinrichtungen, besonders im Bereich der Fusions- und Laserforschung, und schließlich eine konsequente Verknüpfung von Wissenschaft und Wirtschaft, damit aus Forschung Wissen, Wertschöpfung entsteht. Die Botschaft ist klar, Forschung ist kein Randthema, sondern Kernbestandteil wirtschaftlicher Entwicklung. Mecklenburg-Vorpommern muss aufsteigen in die Spitzengruppe. Es ist Zeit für eine Wissenschaftspolitik, die Chancen vorausschauend nutzt, statt sie zu verpassen, eine Politik, die Wachstum denkt und Zukunft gestaltet. Uns ist auch klar, ja, es ist ein Rückenwindantrag. Aber warum soll man den Wind, den Sturm, wenn er in die richtige Richtung geht und Erfolg verspricht, nicht auch einmal stärken, und nicht nur für Windmühlen?! Also dieser Antrag hat unsere Unterstützung, ebenso der Änderungsantrag. Ich denke – das hat uns Hannes Damm noch mal vorgetragen –, das ist eine wichtige Verbesserung des Textes, und danke dafür! – Danke, dass Sie zugehört haben! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, DIE LINKE, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, René Domke, fraktionslos, und David Wulff, fraktionslos)
