Jan-Phillip Tadsen
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren Abgeordnete! Liebe Bürger dieses Landes und auch liebe Zeitzeugen, wenn Sie noch leben! Der Tag, der 8. Mai, 80 Jahre später, er ist ein Tag, der natürlich historische Erinnerungskultur braucht und den wir ja heute auch mit der Debatte begehen. Dieser Tag ist aber auch immer ein Beispiel dafür, wie politische Auseinandersetzung von besonders linken Kreisen hier intensiv geführt wird und in unseren Augen – das haben wir heute wieder erlebt – politische Instrumentalisierung (Enrico Schult, AfD: Sehr richtig!) wider ein ehrenvolles Gedenken hier praktiziert wird. (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD) Der Tag, der 8. Mai, er ist ein komplizierter Tag und es fanden immer Debatten darüber statt, inwieweit dieser 8. Mai auch als historischer Gedenktag am besten, am ehrenvollsten begangen werden kann, auch vor dem Hintergrund der Gräuel des Nationalsozialismus und auch vor dem Hintergrund des entsetzlichen Leides an allen Fronten und insbesondere im Osten Europas, wo zwei Totalitarismen – der Sowjetunion und des Nationalsozialismus – aufeinandergejagt sind und unermessliches Leid letztlich produzierten. Und dieses Leid hörte eben nicht am 8. Mai auf, sondern dieses Leid ging weiter. Und viele, viele Zeugenberichte – und Herr Hubertus Knabe als Historiker, der hier vor Kurzem in Schwerin gesprochen hat, hat das auf ganz schreckliche Art und Weise noch mal deutlich gemacht, hat bewiesen, dass man hier eben vielleicht noch etwas differenzierter herangehen muss und auch in Zukunft vor allem diese Instrumentalisierung aus dem Blick nehmen muss, wenn man ehrenvoll hier in die Zukunft schauen will. (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD) Meine Damen und Herren, die SPD ist es heute wieder gewesen, die ganz besonders gegen uns geschossen hat. Und Frau Konstanze Schröder ist ja auch in Vergangenheit damit auffällig gewesen, dass sie ja gerne Andersdenkende auf Demonstrationen in der Öffentlichkeit als „Nazischweine“ bezeichnet. (Enrico Schult, AfD: Das muss man sich mal vorstellen! Und sie spricht hier, diese Frau! Das ist eine Frechheit, ist das!) Das ist wohl auch amtlich registriert worden von der Polizei. (Daniel Seiffert, DIE LINKE: Na, reiß du dich mal zusammen!) Und es zeugt ja aber davon, Frau Schröder, (Enrico Schult, AfD: Sie stellt sich hier vorne hin!) dass Sie hier eine Geisteshaltung (Zuruf von Daniel Seiffert, DIE LINKE – Glocke der Präsidentin) an den Tag legen, eine Geisteshaltung, die eben nicht der Wahrheit verpflichtet ist und dem Austausch und der Diskussionsbereitschaft über Wahrheit, sondern dass Sie hier ganz billig einfach einen Kampf gegen rechts führen. Und diese Instrumentalisierung lehnen wir ab. Deswegen hat Herr Förster diese Rede heute gehalten. (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD) Meine Damen und Herren, Sie können ja ruhig so weitermachen, Frau Rösler, Frau Oehlrich und die Damen, die hier sich ganz besonders exponierten, Sie können ja ruhig so weitermachen, aber es wird der Demut vor den historischen Ereignissen nicht gerecht und es wird den Fragestellungen unserer Zeit auch nicht gerecht. (Constanze Oehlrich, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Demut, ja?!) Und wir lassen uns davon ganz bestimmt nicht beirren, sondern wir werden unsere Position gegen jede historische Instrumentalisierung linker Kreise weiter voranbringen. (Daniel Seiffert, DIE LINKE: Hört doch mal als Erstes selber damit auf!) Dafür sind wir selbstbewusst genug. – Danke schön! (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD)
