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Torsten Renz

CDU 14.05.2025 Sitzungen 8/105

Es ist mir eine Herzensangelegenheit. Ich kann es nur kurz im Staccato machen. Herr Albrecht, seit 35 Jahren circa bilden wir Gymnasiallehrer in diesem Land aus. Sie sprechen immer noch von Jahrgängen, die 1970 ausgebildet sind oder 1980 vielleicht. Nehmen Sie die Realität zur Kenntnis, dass aus gutem Grunde Gymnasiallehrer über Jahrzehnte in diesem Land ausgebildet werden! (Beifall Daniel Peters, CDU) Sie sagen zweitens, heterogene Vielfalt in den Klassen. (Daniel Seiffert, DIE LINKE: Wir haben das schon immer so gemacht?!) Das stimmt. (Zuruf von Michael Noetzel, DIE LINKE) Dann sollten Sie uns mal folgen und die Zugangsvoraussetzungen ans Gymnasium verschärfen. (Zuruf von Daniel Peters, CDU) Dann würde die Heterogenität sich vielleicht etwas aufheben. Drittens. Sie haben es, glaube ich, noch nicht verstanden, dass Regionale Schule vorbereiten soll auf Berufsausbildung und Gymnasium soll vorbereiten auf ein Studium. Das allein ist schon ein Ansatz aus unserer Sicht, zu sagen, ja, wir brauchen dann eine unterschiedliche Ausbildung im Lehramtsbereich. Und viertens. Sie haben richtigerweise die Punkte aufgezählt, die ich auch nicht infrage stelle mehr Pädagogik, mehr Praxisanteil, und wir können über die Fachlichkeit reden. Aber Ihre Schlussfolgerung ist eine andere als unsere. (Der Abgeordnete Christian Albrecht spricht bei abgeschaltetem Saalmikrofon.) Unsere Schlussfolgerung ist: Stärkt den Bildungsgang Lehramt Regionale Schule, stärkt den Bildungsgang oder, ja, den Bildungsgang Gymnasiallehrerausbildung, konkret in diesem Bereich! Aber Ihre Schlussfolgerung ist – und das unterstelle ich Ihnen –, Sie kriegen keine Lehrer an die Regionale Schule, deswegen streichen wir einfach den Gymnasiallehrgang, machen alles gleich (Zuruf von Daniel Peters, CDU) und sterben möglicherweise in schöner Hoffnung, dass die Leute gar nicht dann an der Regionalen Schule landen. Deswegen ist unsere Lösung – habe ich Ihnen schon mal gesagt, ich wiederhole das sehr gerne –, Regionale Schule stärken. Dann haben wir dort eben kleinere Klassen, dann haben eben die Lehrer nur 25 Stunden Unterrichtsverpflichtung et cetera. Wir müssen die Regionale Schule wieder attraktiver machen. Das ist Ziel und nicht die Gleichmacherei, die Sie machen. Sie ziehen eine falsche Schlussfolgerung aus der Zustandsbeschreibung, die wir in unserem Lande vorfinden. (Michael Noetzel, DIE LINKE: Eine andere.) Herzlichen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktion der CDU – Zuruf von Michael Noetzel, DIE LINKE)

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