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Barbara Becker-Hornickel

fraktionslos 14.05.2025 Sitzungen 8/105

Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren Abgeordnete! Ja, ich muss mich nun kurzfassen, insofern kann ich jetzt nicht sehr lange über unsere oder die Meinung dreier referieren, sondern ich denke, die wichtigsten Punkte. Und ich denke, für uns alle ist einend, Bildung ist nicht nur ein politisches Feld, Bildung ist das Fundament unserer Gesellschaft und ein Versprechen an die nächste Generation. Schule ist nicht nur Lesen und Schreiben, Schule soll Freude am Lernen und Leistungsbereitschaft vermitteln, die Fähigkeit, sein Leben so zu führen, wie man es möchte – in Selbstbestimmung. (Beifall René Domke, fraktionslos) Bis 2030, die Zahl ist oft genug hier gefallen, benötigen wir Tausende mehr neue Lehrkräfte, und das ist eine enorme Herausforderung. Doch klar ist, wer über Bildung spricht, spricht über die Zukunft, Lebenschancen und das Aufstiegsversprechen. Positiv ist, der Entwurf, der uns hier heute vorliegt, modernisiert die Lehrkräfteausbildung, und das ist einfach überfällig. Doch auch hier liegt ein Problem. Vieles bleibt vage und aus meiner Sicht ist das Gesetz nicht richtig rund und bedarf doch noch einer weiteren Ausführung, weil die sehr lebhafte Anhörung hat uns ja gezeigt, wo die Problemfelder in vielen Dingen noch sind. Und ich schließe mich hier auch an den Vortrag meiner Vorgängerin an. Sie hat es etwas länger gehalten. Ja, wie wird eigentlich auf die Herausforderung der Inklusion eingegangen? Die Regionalschullehrkräfte sollen künftig stärker sonderpädagogisch geschult werden. Das ist schon richtig. Aber wird es dann nicht weiter vorgesehen? Warum gibt es dort keinen Übergang, jedenfalls nicht erkennbar? Auch an Gymnasien gibt es Kinder mit LRS, Förderbedarf oder anderen Herausforderungen. Und ein modernes Lehrerbildungsgesetz muss das anerkennen und entsprechend handeln. Und Quereinsteigende sind längst fester Bestandteil unseres Systems. Doch die Frage steht: Ist das Institut für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) ausreichend aufgestellt, um diese Menschen qualifiziert zu begleiten? Der berufsbegleitende Vorbereitungsdienst ist ein erster Schritt, aber ohne klar hinterlegte Ressourcen bleibt er bloße Theorie. (Beifall René Domke, fraktionslos) Und wir sehen auch die hohen Abbruchquoten im Lehramtsstudium. Ein attraktives Lehramt entsteht durch echte Wertschätzung, mehr Eigenverantwortung, Lust auf Leistung, Freude am Beruf und Raum für pädagogische Freiheit. Deshalb fordern wir konkrete Maßnahmen zur Senkung der Studienabbrüche, eine bessere Verzahnung der Schulformen in der Ausbildung und einen mutigen Ausbau von Praxisphasen und Unterstützung ab dem ersten Semester. Zum Ende ein Änderungsantrag der GRÜNEN. Den unterstützen wir im Problem, aber wir werden uns enthalten, denn II.3. stellt eine – aus unserer Sicht – wirkliche Erhöhung der Bürokratie dar. Die Abgeordneten ...

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