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Dr. Wolfgang Blank

10.04.2025 Sitzungen 8/103

Gut. Danke schön! Der vorliegende Antrag sieht im Kern vor, die Aufgaben der Fachkräfte-Service-Zentrale auf den Bereich der Fluchtmigration auszuweiten, insbesondere durch die Eingliederung der Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung für Geflüchtete. Der Gedanke, hier Synergien zu schaffen, ist auf den ersten Blick naheliegend. Doch bei genauerer Betrachtung sprechen jetzt für die formelle Umsetzung, für die strukturelle Integration – nicht die Zusammenarbeit, sondern für die strukturelle Integration – auch Gründe dagegen. Die Fachkräfte-Service-Zentrale ist kein eigenständiges Amt, sondern ein behördenübergreifendes Team, getragen von der Bundesagentur für Arbeit, der zentralen Ausländerbehörde, den Kammern und der zentralen Anlaufstelle. Alle Beteiligten behalten ihre originären fachlichen und dienstrechtlichen Zuständigkeiten, es werden keine neuen Verwaltungsstrukturen geschaffen. Es ist eine Zusammenarbeit von verschiedenen Strukturen. Die Angebote der Fachkräfte-Service-Zentrale richten sich explizit an Unternehmen, die nach Fachkräften suchen, die sich noch im Ausland befinden und gezielt zur Erwerbsarbeit nach Deutschland kommen wollen. Die Integration von bereits in Deutschland lebenden Geflüchteten gehört nicht zu ihrem Aufgabenbereich. Das wurde bewusst vom Zukunftsbündnis auch so festgelegt. Für die berufliche Integration von Geflüchteten gibt es bereits etablierte Strukturen, die gut arbeiten, etwa die Integrationsfachdienste Migration. Diese kümmern sich gezielt um Fragen der beruflichen Integration, führen Erstberatungen durch von beruflichen Abschlüssen und werden dabei durch das Land gefördert. Hier ist auch aus fördertechnischer Sicht eine thematische Ausweitung nicht ohne Weiteres möglich. Gleichwohl spreche ich dafür, dass man natürlich – und ich glaube, das ist auch das Angebot der Fachkräfte-Service-Zentrale – über Zusammenarbeit, verstärkte Zusammenarbeit nachdenkt. Ein Austausch muss eigentlich selbstverständlich sein, müsste von beiden Seiten auch angestoßen und gesucht werden, ist jedoch nur über den Beitritt in die bestehende Kooperation auch möglich. Lassen Sie uns deshalb die bewährten Strukturen erhalten, fokussieren und damit stärken! Ich glaube, die Integration der Tätigkeiten wäre eine Verwässerung. Die Fachkräfte-Service-Zentrale bietet Unternehmen ergänzend in Kooperation mit den Welcome Centern genau die Unterstützung, die sie benötigen, um im internationalen Wettbewerb um Fach- und Arbeitskräfte zu bestehen. Deshalb, wir sollten es nicht vermengen, die bestehenden Angebote natürlich gemeinsam denken, aber auch differenzieren, weil es auch verschiedene Bedarfe sind, und damit weiter stärken. – Ganz herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE)

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