landtag-mv.de ↗

Barbara Becker-Hornickel

FDP 09.04.2025 Sitzungen 8/102

Sehr geehrte … (Die Abgeordnete Barbara Becker-Hornickel räuspert sich mehrfach.) Sehr geehrte Präsidentin! Meine Damen und Herren Abgeordnete! Wenn ich jetzt ein bisschen rede, wird es besser. Das weiß ich aus Erfahrung. Also, Frau Ministerin, vielen Dank für Ihren Bericht! Aber der Blick hinter den Spiegel, den wir ja hatten, auch in unserer Expertenanhörung, der sagt wirklich etwas ganz anderes aus. Der demografische Wandel, der internationale Wettbewerb um kluge Köpfe und Innovationen erfordern eine vorausschauende Hochschulpolitik, aber die von der Landesregierung gesetzten Eckwerte treffen die Universitäten hart. Ich muss ehrlich sagen, ich bin von einem ganz anderen Stand ausgegangen vor der Expertenanhörung, und ich war wirklich entsetzt, was ich dort alles feststellen sollte, weil in der Expertenanhörung zeigte sich ein ganz, ganz anderes Bild. Die Eckwerte ermöglichen es unseren Hochschulen lediglich, bestehende Strukturen zu erhalten, aber keine Innovationen voranzutreiben. Wovon reden wir denn?! Wir brauchen, wir brauchen Innovation, wir brauchen KI, wir brauchen Geld für all diese Dinge! Und hier war es wirklich nur fast, in meinem Eindruck, ein Festschreiben des Status quo, eher noch weniger. (Zuruf von Christian Albrecht, DIE LINKE) Da war ich wirklich entsetzt. Wir, (Beifall vonseiten der Fraktion der FDP und Dr. Harald Terpe, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) wir Freien Demokraten setzen uns einfach dafür ein: Die Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern, die müssen gestärkt werden, sie müssen zu attraktiven Bildungsstandorten für Studierende aus aller Welt werden. Und da braucht es einfach erstklassige Lehr- und Lernbedingungen, eine moderne Ausstattung, exzellente Betreuung und bestmögliche Forschungsbedingungen. Die Landesregierung muss Maßnahmen ermöglichen, um die Studienerfolgsquote zu steigern. Es ist immer wieder schwer anzuhören, wie viele Studenten ihr Studium nicht fortsetzen, nicht zu Ende führen. Das ist irgendwo weggeschmissenes Geld. Das müssen wir verändern und das muss auch gehen. Dazu gehören Orientierungsstudiengänge, Mentoring-Programme, insbesondere auch für Studierende aus bildungsferneren Haushalten. Und dazu gehört Infrastruktur und Ausstattung an den Hochschulen. Wir fordern einfach bessere Hochschulen, also bessere Ausstattung, und – das war auch ein Ausfluss der Anhörung – gleichzeitig muss auch, das war ein Wunsch von allen, die Hochschulautonomie/Autonomie ausgebaut werden durch echte Globalhaushalte (Beifall vonseiten der Fraktionen der FDP und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) und mehr Entscheidungsfreiheit bei Berufungen und Personalangelegenheiten. Die akademische Ausbildung muss gezielt auf Zukunftsbranchen ausgerichtet werden. Hier bleiben wir hinter den Möglichkeiten zurück. Die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft kann einfach mehr. (Beifall Sandy van Baal, FDP) Die fehlende Priorisierung von Bildung und Wissenschaft gefährdet einfach langfristig unseren wirtschaftlichen Erfolg. Mein Kollege Domke wird Weiteres noch hierzu sagen. – Danke! (Beifall vonseiten der Fraktion der FDP)

Alle Reden von Barbara Becker-Hornickel Protokoll ↗