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Barbara Becker-Hornickel

FDP 14.03.2025 Sitzungen 8/101

Sehr geehrte Präsidentin! Meine Damen und Herren Abgeordnete! Ja, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Sie haben ein – auch aus Sicht unserer Fraktion – sehr wichtiges Thema angeschnitten. Ja, die Verpflegung von Kindern und Jugendlichen in Kitas und Schulen stellt eine große Herausforderung dar. Und da geht es nicht nur um Logistik und Kosten, sondern auch um die Qualität des Essens. Ich habe gerade gehört – ich hätte viel vorbereitet, aber, Frau Pfeifer, wir sind bestimmt nicht immer oder sehr selten einer Meinung, aber vieles von dem, was Sie hier gesagt haben, das muss ich nicht noch einmal wiederholen. Dass gesundes Essen wichtig ist, in diesem Punkt, ich denke, da gibt es überhaupt keine Frage. Da können wir unseren Kollegen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN absolut beipflichten, dass da noch viel Luft, ganz viel Luft nach oben ist. Nur eine gehaltvolle und gesunde Verpflegung ist die Grundlage für Gesundheit, für einen gesunden Körper und dann auch für die Voraussetzungen, sich entsprechend konzentrieren zu können, um zu lernen. Aber zur Wahrheit gehört auch dazu, dass es nicht nur Kinder aus armutsgefährdeten Familien sind, sondern dass Kinder ohne Frühstück auch in die Schule kommen, das zieht sich durch alle Schichten hindurch. Und da ist doch auch die Verantwortung der Eltern gefragt. Mir ist es wirklich wichtig, das an dieser Stelle noch einmal zu betonen, bei aller Richtigkeit der Zielrichtung Ihres Antrages, aber entlassen wir hier die Familien nicht aus ihrer Pflicht! Jetzt habe ich mir sehr schön all Ihre Forderungen aufgeschrieben, das kennen wir alle, und ich finde diese Forderungen absolut großartig. Idealerweise sollte es so sein, aber leider finden wir in Ihrem Antrag kein Wort zur Finanzierung. Und ich denke, das ist hier auch gar nicht strittig, angesichts der Haushaltssituation werden es einfach Wünsche bleiben. Und ein Aspekt, der mich auch stutzig gemacht hat, ist die Forderung nach verbindlichen Qualitätsstandards. Nach meiner Kenntnis gibt es sie längst, nämlich die der Deutschen Gesellschaft für Ernährung für die Schulverpflegung. Aus meiner Sicht, Sie fordern hier Doppel- oder Parallelstandards. Ich finde Ihre Forderung nach dem verstärkten Austausch von Kommunen und Verpflegungsanbietern durchaus sinnvoller. Jede Kommune kann zusammen mit den Eltern individuelle Lösungen entwickeln. Und es muss weitergehen in der Familie. Dafür brauchen wir auch als Erstes Aufklärung und einfache Kennzeichnung von Lebensmitteln. Wenn man so einkaufen geht, es gibt rote Punkte, grüne Punkte, was weiß ich. Gucken Sie sich mal die Einkaufskörbe an, da ist ganz oft Rot. Und ich denke, weniger Zucker, weniger Fett, weniger hochverarbeitete Lebensmittel, weniger Zusatzstoffe, mehr Frischkost, alles das, was Sie fordern, da darf es nicht in Kitas und Schule Abstriche geben. Und noch etwas ist mir ganz wichtig zu sagen, nicht nur gesund in die Schule, nein, wir reden vom gesunden Altern. (Heiterkeit bei Sandy van Baal, FDP) Und gesund zu altern fängt in der Kindheit an. Wir werden uns enthalten. – Vielen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktion der FDP und Christine Klingohr, SPD)

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