Jan-Phillip Tadsen
Ja, Herr Domke, vielen Dank für diese Frage! Das ist natürlich ein ganz klarer Punkt, den man setzen kann und muss, auch in dieser diplomatischen Fragestellung. Die Beantwortung einer solchen Frage hängt natürlich zwingend und elementar auch mit Verteidigungsfähigkeit zusammen. (Heiterkeit bei Tilo Gundlack, SPD) Da sind Sie bei uns aber, da sind Sie bei uns aber nie, da sind Sie nie auf taube Ohren gestoßen. Da kann Herr Stein, kann ich zitieren, wie er hier schon vorne stand, (Tilo Gundlack, SPD: Das ist doch lächerlich, was Sie da sagen!) da können Sie vielfältigste Initiativen der AfD-Bundestagsfraktion der letzten Jahre auch zu Rate schlagen, dass man natürlich auch an eine Form von Aufrüstung und Souveränität innerhalb Europas denken muss. (Julian Barlen, SPD: Aha!) Der Punkt ist ja nur der, Trump weist uns ungeschminkt darauf hin, dass ohne Aufrüstung, ohne realitätsnahe Analyse dessen, was möglich ist, kein Weg herauszufinden sein wird. (Tilo Gundlack, SPD: Das ist aber keine Antwort. Das ist keine Antwort.) Man darf Putin in dem Sinne nicht belohnen, dass man ihm immer weiter, immer weiter die Möglichkeit gibt, nach vorne zu marschieren. (Tilo Gundlack, SPD: Nur rumeiern!) Aber trotzdem muss man irgendwann ein Exitszenario finden. (Zuruf von Julian Barlen, SPD) Und das wird nur mit Diplomatie, (Heiterkeit vonseiten der Fraktion der SPD) Analyse und realistischer Bestandsaufnahme der eigenen Potenziale geschehen (Unruhe bei Horst Förster, AfD, und Torsten Renz, CDU) und auch mit einer Priorisierung der Ausgaben in Bezug auf Verteidigung und Souveränität in Europa. (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD – Tilo Gundlack, SPD: Sie haben überhaupt keine Antwort darauf, auf diese Frage. Keine Antwort! – Zurufe von Julian Barlen, SPD, und Michael Noetzel, DIE LINKE) Meine Damen und Herren, (Unruhe bei Horst Förster, AfD, und Torsten Renz, CDU) selbstverständlich ist das eine Antwort gewesen, (Tilo Gundlack, SPD: Nein, überhaupt nicht, überhaupt nicht! Nur Rumgeeier!) die auch damit zusammenhängt, dass die NATO natürlich eine Bündnisstruktur darbietet, die auch davor schützen muss, was passiert. Sie tun ja immer so, als wäre Trump der letzte Putin-Knecht und wäre Trump der letzte Mann, der nur im Fahrwasser russischer Interessen schwimmen würde. Aber selbstverständlich – und so realistisch müssen Sie alle hier sein –, selbstverständlich sind die USA nach wie vor eine Großmacht, (Tilo Gundlack, SPD: Damit wird die Frage von Herrn Domke nicht beantwortet. Nur Rumgeeier!) die eigene Interessen hat und die Europa ganz sicher nicht einfach den Russen zum Fraß vorwerfen wird. Wenn Sie das ernsthaft behaupten, dann ist das die Kapitulation jeglichen Bündnisdenkens, dann ist das die Kapitulation vor eigenen Interessen, ...
