Nikolaus Kramer
Sehr geehrte Frau Präsidentin, vielen Dank! Sehr geehrter Herr Abgeordneter, Sie unterstellten uns in Ihrem Redebeitrag, dass wir nicht am Diskurs interessiert seien, dass wir nicht wüssten, was eine Solidargemeinschaft ist. Meine Frage an Sie, da Sie ja die Frage nicht zugelassen haben: Wie bewerten Sie den folgenden Fakt? In der jüngsten Vergangenheit gab es vom AStA Greifswald eine Podiumsdiskussion: „Das Frauenbild in Burschenschaften“. Und da sind sechs Personen Mitglied dieser Verfassten Studierendenschaft, die dazu gezwungen werden, Mitgliedsbeiträge zu zahlen, die dann auch noch anteilmäßig an den AStA abgeführt werden, noch vor Beginn dieser Podiumsdiskussion, es waren Mitglieder der wertkonservativen Hochschulgruppe noch vor dieser Diskussion ausgeschlossen worden, obwohl der Großteil von diesen Personen, die ausgeschlossen worden sind, nicht mal Mitglied in einer Studentenverbindung gewesen sind. Da sind Frauen dabei gewesen, die konnten, die können einfach aufgrund ihres Geschlechts nicht Mitglied in einer Burschenschaft zum Beispiel sein. Finden Sie das also, ist das die Auseinandersetzung, ist das der Diskurs, den Sie hier gerade in die Höhe loben? Wie bewerten Sie das, dass also Mitglieder, die gezwungen werden, Mitglieder der Verfassten Studierendenschaft, die gezwungen werden, mit ihren Beiträgen den AStA mitzufinanzieren, noch vor der Diskussion ausgeschlossen werden? (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD)
