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Dr. Wolfgang Blank

31.01.2025 Sitzungen 8/98

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Moin! (Marc Reinhardt, CDU: Moin, moin!) Der Kinder- und Jugendtourismus ist vielfältig und innerhalb der Landesregierung eine Querschnittsaufgabe. Deshalb freue ich mich, auch in Vertretung der Sozialministerin und der Bildungsministerin hier abgestimmt auftreten zu dürfen, (Zuruf von Torsten Renz, CDU) und gebe gerne einen Überblick. Und ich darf erinnern an den Juni 2004. (Zuruf von Torsten Renz, CDU) Ich sehe hinter Ihnen einen Landtagsabgeordneten und hier einen Landtagsabgeordneten. Ich weiß nicht, Herr Renz, ob Sie damals schon mit dabei waren. (Zuruf von Marc Reinhardt, CDU) Sehr beachtlich, weil im Juni 2004 bereits wurde das Thema Kinder- und Jugendtourismus behandelt. (Zuruf von Torsten Renz, CDU) Damals gab es eine rot-rote Koalition, die zusammen mit der CDU diesen Antrag hier besprochen und bearbeitet hat. Zu dem Anliegen: Danke, Herr Foerster, für diesen Appell! Ich will ganz kurz darauf eingehen, auf die verschiedenen Punkte. Ja, es ist wichtig, die Lehrerinnen und Lehrer von den Möglichkeiten der Finanzierung und auch über die Möglichkeiten der Kinder- und Jugendfahrten zu informieren. Hier ist das Bildungsministerium der Ansprechpartner, wir alle sind die Ansprechpartner, und hier kann ich Ihnen verkünden, dass trotz der angespannten Haushaltslage es keine Einsparungen im Bildungsbereich geben wird. (Zuruf von Wolfgang Waldmüller, CDU – Henning Foerster, DIE LINKE: Du hast doch gar nichts gemacht zehn Jahre! Was hast du für einen Grund? – Glocke der Vizepräsidentin) Die Bildungsministerin ist auch hier. Darüber hinaus hat das Bildungsministerium zuletzt im Dezember 2024 informiert, per Pressemitteilung informiert, also auch nachlesbar. Klassenfahrten können also auch weiterhin in gewohnter Weise durchgeführt werden. Das Bildungs- und Teilhabepaket bietet darüber hinaus Eltern und Kindern (Zuruf von Torsten Renz, CDU) die Möglichkeit der finanziellen Unterstützung, auch bei schulischen Fahrten und Ausflügen. In dem bestehenden Netzwerk aus Eltern, Lehrerinnen und Lehrern, Schulleitungen, Schulbehörden, die an der Organisation von Schulfahrten beteiligt sind, kann bereits jetzt und soll weiterhin über die Möglichkeit der Unterstützung informiert werden. Ein wichtiger Fortschritt ist das Thema der Mobilitätsoffensive mit den Verkehrsbetrieben und der geforderten besseren Anbindung der Kinder- und Jugendübernachtungsstätten im ländlichen Raum. Hier wurde im April 2023 durch das Wirtschafts- und Verkehrsministerium die Mobilitätsoffensive gestartet. Ziel ist es bekanntermaßen, mit attraktiven Angeboten eine verbesserte Mobilität insbesondere im ländlichen Raum zu schaffen. Drei Säulen der Mobilität: Schienenpersonennahverkehr mit neuen Angeboten und schnellerer Taktung, neue eingeführte Regiobuslinien und zudem das genannte landesweite System von Rufbussen, um Menschen ohne eigenes Verkehrsmittel das Erreichen kleinerer Orte zu ermöglichen. Es sind laufend Gespräche zu diesen einzelnen Säulen aktiv, laufen Gesprächsgruppen aktiv. Ich darf auf verschiedene Arbeitsgruppen verweisen, die in regelmäßigen Terminen zu sämtlichen Aspekten, auch diesem Aspekt der Mobilitätsoffensive, beraten. Arbeitsgruppen zur Mobilitätsoffensive gibt es zum Beispiel als Steuerungskreise zum Rufbus, zum Regiobus, mit den Aufgabenträgern sowie regelmäßige Gespräche mit den Verkehrsunternehmen. Und natürlich, wir werden das Thema weiter mitnehmen und weiter dann auch forcieren. Es ging um den Tourismusverband, inwieweit dieser sich alle zwei Jahre dem Thema Kinder- und Jugendtourismus als speziellem Segment widmen kann. Auch zu diesem Thema ist das Haus bereits mit dem Landestourismusverband im Austausch, und das nicht erst seit heute, aber zu Recht. Ich glaube, wir müssen uns das Thema immer wieder vergegenwärtigen. Es sind vielfältige Initiativen zur Verbesserung der Qualität der Jugendherbergen, der Schullandheime, der Jugendhotels erfolgt. Auf die 2004 durch das Wirtschaftsministerium geförderte Arbeitsgemeinschaft ist bereits hingewiesen worden, auch auf das Siegel „Qualitätsmanagement Kinder- und Jugendreisen“, das im Jahr 2007 deutschlandweit eingeführt wurde. Regelmäßige Schulungen und Workshops für Mitarbeiter haben seitdem die Servicequalität verbessert. Der Tourismusverband hat zugesagt, dass im Rahmen seiner finanziellen und strukturellen Möglichkeiten auch weiter Kinder- und Jugendthemen im Marketing berücksichtigt werden. Es gehört dazu die Zertifizierung des Qualitätsmanagements, die erhöhte Sichtbarkeit, das Marketing für Angebote im Kinder- und Jugendreisebereich, die Produktentwicklung von Sportcamps und Feriencamps, von Unternehmen wie zum Beispiel auch Fußballcamps. Es geht weiter mit den Instrumenten des Landesmarketings, etwa der Kampagne „MVwow“. Ob und, wenn ja, in welchem Umfang die Kampagne „MVwow“ der richtige und ein effektiver Weg ist, um Kinder- und Jugendreisen zu werben, sollten die Profis vom Landesmarketing einschätzen. Sie sind im Gespräch, Sie sind gebeten worden, sich mit dem Tourismusverband abzustimmen, um die Ansprache von Kindern und Jugendlichen zu verbessern und gezielt voranzubringen. Ich nehme zusätzlich für mich das Thema der Kurtaxe mit. Insgesamt wird mit diesem Antrag, glaube ich, ein wichtiges Thema in den Fokus gerückt. Und auch wenn das schon mehrfach besprochen wurde, glaube ich, ist es wichtig, dass wir das Thema Kinder- und Jugendtourismus in Mecklenburg-Vorpommern immer wieder auf die Agenda setzen. Es ist eine gemeinsame Aufgabe, die wir vor uns haben. Wir müssen ihnen die wichtigen und lehrreichen Erfahrungen und auch die Praxiserfahrungen auf Schulfahrten ermöglichen und so allen Kindern die Chance auf eine Auszeit mit neuen Eindrücken außerhalb des eigenen Elternhauses geben. – Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE)

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