Torsten Koplin
Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Zur Heimat gehört auch, dass Lebensrisiken abgesichert werden. Und zumindest ansatzweise hat die AfD hier im Haus immer mal wieder deutlich gemacht, wie sie sich Sozialpolitik vorstellt. Absicherung sozialer Risiken, wie zum Beispiel im Fall der Rente: Privatsache. (Unruhe vonseiten der Fraktion der AfD) In Fällen von Arbeitslosigkeit – das ist Ihrem Programm zu entnehmen –: (Zuruf von Petra Federau, AfD) wäre vier Jahre Arbeitslosigkeit, erst dann gibt es Arbeitslosengeld. (Enrico Schult, AfD: Da haben Sie auch wieder nicht richtig gelesen, Herr Koplin. Das sollten Sie noch mal nachlesen. Sie erzählen hier Unsinn!) Mit sozialer Sicherung hat das nichts zu tun. Sie zerreißen … (Zuruf von Michael Meister, AfD) Die AfD steht für das Zerreißen sozialer Sicherungssysteme. (Unruhe vonseiten der Fraktion der AfD) Das sollen die Menschen im Land wissen, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE – Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD) Und ich finde auch, dass die Einwohnerinnen und Einwohner unseres Landes wissen sollten, wie es den Künstlerinnen und Künstlern ergehen wird. (Unruhe vonseiten der Fraktion der AfD) Vielleicht können Sie sich noch an die spannende Debatte erinnern, Kunstjahr 2024, da gab es sehr interessante Redebeiträge: Frau Hegenkötter, Elke-Annette Schmidt, weitere aus dem demokratischen Spektrum. Interessant ist die Rede von Herrn Stein gewesen. Aus der lässt sich – ich habe mir das gleich noch mehrfach angeguckt –, (Thore Stein, AfD: Welche?) lässt sich entnehmen, also genehm ist für die AfD die patriotisch-vaterländische Kunst. Alles, was da – diese Worte haben Sie mehrfach gebraucht –, (Thore Stein, AfD: Nein, habe ich nicht.) alles, was da nicht reinpasst, das gilt als degenerative Kultur der Neuzeit. (Heiterkeit bei Thore Stein, AfD) Also für die Künstlerinnen und Künstler ist das doch eine ganz klare Ansage, wie Sie es mit künstlerischer Freiheit, wie Sie es mit Kunst und Kultur halten werden, sehr geehrte Damen und Herren. Und das sollten diejenigen auch wissen. (Heiterkeit vonseiten der Fraktion der AfD – Zuruf von Petra Federau, AfD) Und ich finde, auch die Journalistinnen und Journalisten – schönen Gruß ans NDR-Funkhaus in Hamburg! –, die sollten wissen, wer zukünftig, wenn die AfD am Ruder wäre, nicht genehme Beiträge liefert, also schmeichelhafte für die AfD-Granden, der wird wegreformiert. (Zuruf von Paul-Joachim Timm, AfD) Ja, wegreformiert werden diejenigen. (Enrico Schult, AfD: So ein Lügen…!) Und dann, sehr geehrte Damen und Herren, (Unruhe vonseiten der Fraktion der SPD) können diejenigen sich allenfalls noch im Internet als Influencerinnen und Influencer betätigen, wenn Elon Musk sie lässt. (Enrico Schult, AfD: Es ist unglaublich, Herr Koplin! Dass Sie sich gar nicht dafür schämen, was Sie hier vortragen! Dafür sollten Sie sich schämen!) Mit denen sind Sie ja Big Buddy, (Unruhe vonseiten der Fraktion der AfD – Zuruf von Paul-Joachim Timm, AfD) was darauf hinweist, wessen Interessen Ihnen wichtig sind, (Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD) die Interessen der Techmilliardäre, nicht die der kleinen Leute. (allgemeine Unruhe) Und ich finde, die Unternehmerinnen und Unternehmer sollten das wissen, (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE – Zurufe von Petra Federau, AfD, und Paul-Joachim Timm, AfD) dass Sie nicht für den Bäcker nebenan in der Nachbarschaft (Michael Meister, AfD: Na sicher!) oder für den Handwerker da sind, sondern … (Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD) Natürlich gibt es Bäcker. (Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD) Ich weiß nicht, in welcher Welt Sie leben. (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Ist das unsere Schuld?! Wir regieren doch gar nicht.) Offenkundig in einer ganz anderen, aber das sei mal dahingestellt. Elon Musk ist ja Ihr, ich sage mal, makabres Idol. (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Das ist Ihr neues Feindbild.) Wenn es dem zu bunt wird und nicht zu braun, dann geht es ab in der Rakete in eine andere Welt. (Heiterkeit bei Thore Stein, AfD) Sie können allenfalls noch mit blauen Fähnchen hinterherwinken. (Zuruf von Thore Stein, AfD) So stellt sich doch die Realität dar, sehr geehrte Damen und Herren! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) Ich finde, (Heiterkeit und Unruhe vonseiten der Fraktion der AfD) weil Sie haben heute noch einmal deutlich gemacht, wie sehr Sie Donald Trump verehren, und jetzt mal um drei Ecken gedacht – (Zuruf von Stephan J. Reuken, AfD) wer war das? –, Herr Komning hat auf Ihrem letzten Parteitag gesagt, wir stehen, in seiner Bewerbungsrede, wir stehen fest an der Seite von Donald Trump, war im Radio zu hören. Und da habe ich mir gedacht, Mensch, damals hat er noch gesagt, wir stehen fest an der Seite der Sowjetunion, jetzt, wir stehen fest an der Seite von Donald Trump. (Heiterkeit und Unruhe vonseiten der Fraktion der SPD – Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD) Wenn das Ihr Idol ist, wenn das die Politik ist, die Sie vertreten möchten, America First, (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Man kann an beiden Seiten stehen.) da verbindet sich mit, (Zuruf von Thomas Krüger, SPD) dass dieses Land second ist – komischer Patriotismus. Die Interessen der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern, die Interessen der Menschen in diesem Land vertreten Sie nicht, sehr geehrte Damen und Herren. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) Und das muss mal klar gesagt werden. (Petra Federau, AfD: Das glauben Sie doch selber nicht!) Abschließen möchte ich damit, (Zuruf von Petra Federau, AfD) wer die AfD wählt, denn das ist ja ganz klar eine Wahlkampfaktion, die Sie mit dieser Aktuellen Stunde fahren, (Thore Stein, AfD: Sie gehen ja darauf ein. – Zuruf von Sebastian Ehlers, CDU) wer die AfD wählt – das sollen die Bürgerinnen und Bürger wissen –, schadet der Heimat, der gefährdet unsere Heimat. (Zuruf von Martin Schmidt, AfD) Wer die AfD wählt, schadet am Ende sich selber, sehr geehrte Damen und Herren. Keinen Fußbreit den Faschisten! – Vielen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, DIE LINKE und Jutta Wegner, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Petra Federau, AfD: Boah!)
