Barbara Becker-Hornickel
Sehr geehrte Präsidentin! Meine Damen und Herren Abgeordnete! Ich finde dieses Thema, wir finden, dass dieses Thema durchaus interessant ist und auch überlegenswert, (Thore Stein, AfD: Dann stimmen Sie mal zu!) die finanzielle Bildung und Förderung der Vermögensbildung in unserem Land. Die FDP-Fraktion bekennt sich mit voller Überzeugung zu einer Förderung finanzieller Bildung. Wir glauben an die Freiheit und die Eigenverantwortung des Einzelnen und sind fest davon überzeugt, dass ein umfassendes Wissen über wirtschaftliche und finanzielle Zusammenhänge ein zentraler Baustein ist, um eigenverantwortliche und selbstbestimmte Entscheidungen treffen zu können. (Beifall René Domke, FDP – Enrico Schult, AfD: Das sehen wir auch so.) Finanzielle Bildung sollte daher kein Privileg sein, sondern muss allen zugänglich gemacht werden in Schulen, Universitäten, Volkshochschulen (Enrico Schult, AfD: Das fordert der Antrag.) und auch für all jene, die ihren Bildungsweg außerhalb dieser Institutionen gestalten. Finanzielle Bildung kann und darf nicht auf kurzfristige Aktionen und vereinzelte Projekte reduziert werden. Das reicht uns bei Weitem nicht aus. Finanzielle Bildung ist ein langfristiges strategisches Thema, das mit durchdachten Reformen angegangen werden muss. Wir setzen uns dafür ein, das Thema von Grund auf und nachhaltig in den Bildungssystemen zu verankern. (Beifall René Domke, FDP) Und ja, wir müssen mehr für die Eigentumsbildung tun, um eine solide Altersvorsorge zu gewährleisten. Aber eine Absenkung der Grunderwerbsteuer allein, wie die AfD sie vorschlägt, wird die strukturellen Herausforderungen im Immobilienmarkt und die Probleme beim Erwerb von Wohneigentum nicht lösen. Was hier nötig ist, sind gezielte Programme, die sich an junge Menschen, Familien, Alleinstehende und Menschen mit mittleren Einkommen richten, Programme, die ihnen helfen, Eigentum zu erwerben und somit Vermögen aufzubauen. Wir fordern eine tiefgehende Strukturreform, die sicherstellt, dass die Eigentumsbildung kein Privileg für wenige bleibt, sondern eine reale Option für viele Bürgerinnen und Bürger. Wir setzen uns dafür ein, dass finanzielle Bildung in die Lehrpläne unserer Schulen integriert wird. Kinder und Jugendliche müssen frühzeitig lernen, wie unser Wirtschaftssystem funktioniert, welche Chancen und Risiken Finanzprodukte haben und wie sie Vermögen langfristig aufbauen können. (Der Abgeordnete Enrico Schult bittet um das Wort für eine Anfrage.) Nur so können wir wirklich eine neue, finanziell selbstbestimmte Generation heranwachsen sehen. Bitte keine Frage jetzt!
