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Dirk Stamer

SPD 12.12.2024 Sitzungen 8/94

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Zunächst einmal möchte ich mich für die konstruktiv geführte Debatte ganz herzlich bedanken. (Sebastian Ehlers, CDU: Gerne.) Ich stelle darüber hinaus erfreut fest, dass wir inhaltlich bei diesem wichtigen Thema sehr eng beieinanderliegen, obwohl ich zuweilen den Eindruck hatte, dass jeder ein kleines bisschen etwas anderes unter Forschungsdatenmanagement versteht, aber das ist auch nicht schlimm. Vielleicht geben Sie sich allerdings noch einmal einen Ruck (Zuruf von Sebastian Ehlers, CDU) und ändern Ihr Votum von Enthaltung zur Zustimmung, um diesem Thema Forschungsdatenmanagement den notwendigen Rückenwind zu verleihen. (Sebastian Ehlers, CDU: Ein Rückenwindantrag, aha!) Die erwartbare Kritik der Opposition bezüglich der Umsetzungsgeschwindigkeit haben wir natürlich erwartet. (Enrico Schult, AfD: Ja, ha, ha, ha! – Sebastian Ehlers, CDU: Deswegen steht es auch im Redemanuskript.) Ich habe hier auch bereits dargelegt, dass das Projekt „Datenkompass“ bereits sehr wichtige Arbeit in diesem Bereich des Forschungsdatenmanagements erbracht hat. Und nun gilt es, diesen Schwung zu nutzen und ein landesweites Forschungsdatenmanagement auf den Weg zu bringen und dabei das im Rahmen des Projektes „Datenkompass“ erarbeitete Konzept als Grundlage zu nutzen. Entgegen der Meinung der AfD bin ich und sind wir der Ansicht, dass das Projekt „Datenkompass“ sehr wohl veritable Ergebnisse im Umfang erzeugt hat. Und ich möchte mich an dieser Stelle auch bei allen Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeitern bedanken und auch bei der Leiterin, Professorin Waltemath. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) Ich denke, dass wir uns alle einig sind, dass wir eine noch effizientere Wissenschaft und bestmögliche Bedingungen brauchen, um unser Land weiter voranzubringen. Gerade in der aktuellen Haushaltslage ist Effizienz oder, besser gesagt, der effiziente Einsatz von begrenzt vorhandenen Haushaltsmitteln besonders wichtig. Durch die Verbesserung unseres Forschungsdatenmanagements stärken wir nicht nur die Wissenschaft, sondern geben auch Anreize in die Gesellschaft und in die Wirtschaft. Es ist nun an der Zeit zu handeln und dabei die Gelegenheit zu nutzen, um von den Erfahrungen auch anderer Bundesländer zu profitieren. Es ist besonders wichtig, jetzt zu handeln. Wir haben das alle auch schon herausgearbeitet, da natürlich auch andere Wissenschaftsstandorte sich mit dem Thema auseinandersetzen. Lassen Sie uns deshalb jetzt handeln, um diesen Wissenschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern konkurrenzfähig zu halten! Zudem wurde hier auch noch die Sorge geäußert hinsichtlich einer Finanzierung. Ich möchte betonen, dass die Projekte im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel umgesetzt werden sollen. Das heißt aber natürlich nicht, dass die Projekte nicht umgesetzt werden. Es ist vollkommen berechtigt, aufgrund der aktuell angespannten Haushaltslage die begrenzten Mittel effektiv und effizient einzusetzen, aber selbstverständlich werden wir darüber hinaus das Thema weiter eng begleiten und hier, falls notwendig, nachsteuern. Ein modernes Forschungsdatenmanagement stärkt unsere Wissenschaft, weil es eine zentrale Grundlage für interdisziplinäre Kooperation und innovative Forschung ist. Und gerade in Mecklenburg-Vorpommern, einem Land, das stolz auf seine wissenschaftlichen Erfolge ist, müssen wir sicherstellen, dass unsere Forscherinnen und Forscher die bestmöglichen Werkzeuge zur Verfügung haben, um ihre Arbeit erfolgreich zu machen, denn, wie gesagt, Forschende sollen vor allem eines tun können, forschen. Sie sollen ihre Arbeitszeit für Forschung aufwenden und nicht für andere Tätigkeiten drum herum. Für gute Wissenschaft ist es essenziell, Zeit zu haben. Forscherinnen und Forscher brauchen mehr Zeit für wissenschaftliche Arbeit, und genau dazu trägt dieser Antrag bei. Ich möchte noch einmal betonen, warum das Forschungsdatenmanagement für uns so wichtig ist: Es sichert die gute wissenschaftliche Praxis und erhöht dabei die Qualität von Forschung und Lehre. Es stärkt die Wettbewerbsfähigkeit unserer Hochschulen bei der Einwerbung von Drittmitteln und bei der Gewinnung von Fachkräften, die wir dringend brauchen. Lassen Sie uns deshalb gemeinsam für die Zukunfts- und Innovationsfähigkeit in Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft den nächsten Schritt tun! Ich bitte Sie um Zustimmung zu unserem Antrag und danke für die Aufmerksamkeit. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE)

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