landtag-mv.de ↗

Dr. Till Backhaus

11.12.2024 Sitzungen 8/93

Ja, das ist natürlich schlecht. Herr Damm, Sie müssen sich jetzt hinsetzen. (allgemeine Heiterkeit) So, also insofern sind wir jetzt einmal kurz, haben wir den Ausflug in Richtung des Klimaschutzes gemacht, weil für mich ist vollkommen klar oder für uns, mit der Landesforst, mit dem eigenen Unternehmen, aber auch der Waldwirtschaft, wir brauchen hier weiter Anreizkomponenten, um diesen Prozess schneller voranzubringen. Und ein Rezept für diese Gesamtentwicklung ist der Dauerwald. Wir sind felsenfest davon überzeugt, dass im Übrigen mit dem Dauerwald auch die ähnlichen Erträge erzielt werden können, wie in der – in Klammern – konventionellen Waldwirtschaft, Punkt eins. Und der andere große, entscheidende Punkt ist, dass wir den Wald über die Waldkante hinausdenken müssen. Das heißt, die Vermarktung dieses Rohstoffes muss noch effizienter erfolgen. Und am Ende muss man dann auch so einen Klimaschutz/Artenschutz und den gesamten komplexen ökologischen, ökonomischen, sozialen Aspekt in eine Gesamtvollkostenrechnung einbeziehen. Und da werden wir aus meiner Sicht perspektivisch hinkommen müssen, damit dann auch die Waldwirtschaft ähnlich wie andere Bereiche tatsächlich in die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zurückgeführt wird. Denn ich will an dieser Stelle auch noch mal ausdrücklich betonen, wir machen allein in der Waldwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern vom Rohstoff, also vom Holz, angefangen von dem Rohstoff aus dem Wald bis hin zu den hoch verarbeiteten Produkten in Mecklenburg-Vorpommern 1,8 Milliarden Euro Umsatz. Und insgesamt sind 12.000 Menschen allein in Mecklenburg-Vorpommern in dieser Kette beschäftigt. Das darf man auch mal sagen an dieser Stelle. Und wir haben hoch technisierte Verfahren heute, ob im Wald, am Wald oder am Ende natürlich auch in den Verarbeitungskapazitäten. Und es ist natürlich auch so, dass, wenn man sich die Umsätze, die Durchschnittspreise der Holzindustrie anschaut und den Aufkauf, dann, glaube ich, muss man feststellen, wir haben starke Schwankungsbreiten. Aktuell liegen wir round about bei 58 Euro für den Festmeter, aber es gibt eben auch Bereiche, wo man 70 oder 75 oder 500 Euro für einen Festmeter erreichen kann. Und deswegen, glaube ich, sind sowohl betriebswirtschaftliche als auch die ökologischen Systemleistungen anzuerkennen, die dann am Ende auch zu klimaresilienteren Waldbildern führen werden. Und ich will mal ausdrücklich sagen, die 5.849 Probenkreise, die in Mecklenburg-Vorpommern auch mit einbezogen worden sind, haben dieses Ergebnis erbracht. Und ich glaube – noch mal –, die Ergebnisse liegen auf dem Tisch, Punkt eins, die Wälder sind vielfältiger. Die Wälder, zweitens, sind strukturierter und auch die Wälder gewinnen an Stabilität. Und die Biodiversität ist deutlich angestiegen. Das können wir damit beweisen. Und genau das Konzept habe ich über Jahre hinweg verfolgt. Und da können Sie – Entschuldigung! – das schlechtreden, Herr Stein. (Zuruf von Thore Stein, AfD) Ich gehe davon aus, dass Sie das nicht so gemeint haben, aber unterm Strich sind wir auf einem vernünftigen Weg und wollen das auch weiter umsetzen. (Der Abgeordnete Thore Stein bitte um das Wort für eine Anfrage.) Im Übrigen, auch die Holzvorräte, wenn Sie sich das im Süden anschauen, wenn Sie das im Süden … Das geht alles von meiner Redezeit ab?!

Alle Reden von Dr. Till Backhaus Protokoll ↗