Dr. Till Backhaus
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sehr geehrter Herr ehemalige Kollege Weiß, wir haben ja zusammen auch diese Themen immer wieder bearbeitet. Aber ich darf noch einmal mit auf den Weg geben, es ist tatsächlich so, nach der Bundeswaldinventur, die ja in Gesamtdeutschland ausgewertet worden ist, geht es dem Wald in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich der Länder am besten, und darauf sind wir stolz, darauf sind wir stolz. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) Es geht hier nicht um Lobhudelei, sondern es geht hier um faktenbasierte Arbeit. Und insofern bin ich Monique Wölk auch dankbar für den doch sehr fachlichen Beitrag schon mal. Und pünktlich im Übrigen zu Weihnachten hatte ich mir ausdrücklich gewünscht, dass wir die Bundeswaldinventur auf die Tagesordnung setzen zur Aussprache, und danke der Regierungsfraktion noch einmal ausdrücklich dafür, dass das gelungen ist. Denn Weihnachten steht vor der Tür, ich will das jetzt nicht vertiefen, das hatten wir heute Morgen und eben gerade schon mal. Aber unterm Strich will ich mal ausdrücklich sagen, unsere Wälder in Deutschland: insgesamt elf Millionen Hektar und damit ein Anteil von 30 Prozent im Durchschnitt der Länder in Deutschland. Und wir liegen doch mittlerweile immerhin bei 25 Prozent. Wir kommen mal von 21. Da kann man ja sagen, das ist ja relativ wenig, aber wer ein bisschen Sach- und Fachverstand hat, der weiß auch, wir müssen auf die Flächen raufkommen und es muss sich am Ende auch noch irgendwie rechnen, weil auch ein Forstwirtschaftsbetrieb wie die Landesforst muss Erträge erwirtschaften, sonst funktioniert das nicht. Und an dieser Stelle will ich mich ausdrücklich mal bei den Forstleuten, ob in den Privatwäldern, aber ganz besonders auch bei unseren eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken. Es sind nämlich etwa 1.000, exakt 978 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in unserer Forstanstalt arbeiten, im Übrigen also rund 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir kommen von 11.000, Herr Domke, von 11.000, und haben jetzt noch knapp 1.000. (Sandy van Baal, FDP: Abgebaut.) Insofern Abbau auch von Bürokratie (Sandy van Baal, FDP: Sehr schön!) und im Übrigen auch Umbau der Landesforst, 2006 begonnen. Da waren es noch über 4.000, wir sind jetzt bei 978 Stellen innerhalb der Landesforst. (René Domke, FDP: Dann sind Sie die rühmliche Ausnahme.) Und ich glaube, das als Wirtschaftsunternehmen, Entschuldigung, mit 100 Millionen Euro Umsatz, da darf man auch mal sagen, dass das eines der Unternehmen ist, das kostendeckend arbeitet, im Übrigen 37 Millionen Euro Rücklagen gebildet hat (Zuruf von René Domke, FDP) und damit eines der herausragenden Beispiele im Norden Deutschlands und in Deutschland ist für eine Landesverwaltung. Darauf bin ich stolz. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) Und wenn man dann auch die Hinweise ernst nimmt, die aus der Bundeswaldinventur herausgearbeitet worden sind, da geht es zum einen natürlich um den Gesundheitszustand. Es sind ja über 150 Kriterien dort herangezogen worden, und wir nehmen in fast allen Bereichen zur Kenntnis ausdrücklich, dass wir uns positiv vom Bundestrend abheben. Wenn Sie mal quer durch Deutschland fahren – dem einen oder anderen wird das ja vergönnt gewesen sein –, ich höre aus dem Harz, die Fichtenmonokulturbestände sind komplett zusammengebrochen. So etwas haben wir in Mecklenburg-Vorpommern nicht. Wir haben im Wesentlichen keine Monokulturen mehr. Auch darauf bin ich stolz, meine Damen und Herren. Und insofern ist die Feststellung ausdrücklich, die Schäden, die in Deutschland auf über 7 Milliarden Euro geschätzt werden, die wir in den Wäldern haben … Oder im Übrigen der CO -Ausstoß – wir sind ja von einer 2 Senkenfunktion mittlerweile in eine Emissionssituation in Deutschland gekommen – ist eine Umweltkatastrophe. Ich sage das ausdrücklich, das haben wir in Mecklenburg-Vorpommern nicht, ganz im Gegenteil, wir sind in einer Senke. Es ist angedeutet worden die runde Zahl, acht Tonnen CO werden jährlich pro Hektar in unseren Wäl-2 dern aufgenommen, und damit müssten wir eigentlich endlich auch eine Prämie dafür bekommen, ob Privatwald oder öffentlicher Wald, weil wir damit ausdrücklich Klimaschutz, Artenschutz, sauberes Wasser und am Ende im Übrigen auch mit dem Wildbret eine gesunde Ernährung auf diesen Flächen gewährleisten. Und deswegen an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich den Försterinnen und Förstern, den Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern und den Waldbesitzenden meinen herzlichen Dank für das, was Sie in den letzten Jahren geleistet haben! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) Und damit, (Thore Stein, AfD: Den im Wald Sitzenden, den Waldbesitzenden.) damit sind wir, damit sind wir in der Frage der Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion, und bei allem Wohlwollen, wenn Sie die Zahlen ...
