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Andreas Butzki

SPD 11.12.2024 Sitzungen 8/93

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Das war bis zum Auftritt von Herrn Renz eigentlich eine sehr sachliche, eine sehr gute Diskussion. Und ich konnte mich den Ausführungen von Herrn Damm bis jetzt seltenst anschließen, aber die Eingangssätze, die er gemacht hat – absolut top. Auch Frau Becker-Hornickel – jetzt habe ich es richtig ausgesprochen –, das war eine tolle Rede. Und man kann so durchweg sagen, jeder hat seine Position vertreten und es war alles ruhig und sachlich. Und ich musste so schmunzeln, als du jetzt ans Rednerpult gegangen bist. Die kleine Anekdote sollte ich erzählen. Meine zweitälteste Enkelin, gerade in die Schule gekommen, 1. Klasse, hat mich nach der letzten Landtagswoche gefragt, Opa, was machst du da in Schwerin. Da habe ich gesagt, wir haben geredet, Schulgesetz, kurz was erzählt. Dann habe ich ihr meine Rede gezeigt, war gut. (Heiterkeit vonseiten der Fraktion der CDU) Dann habe ich, (Zuruf von Sebastian Ehlers, CDU) dann habe ich eine Sequenz von deiner Rede gezeigt. Und weißt du, was die Reaktion war? Warum schreit der Onkel so?! (Beifall und Heiterkeit vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) Ja, dann, dann, (Zuruf von Ann Christin von Allwörden, CDU) ja, dann, danach habe ich, (Zuruf von Torsten Renz, CDU) danach habe ich, danach habe ich, danach habe ich den Ausschnitt meiner zweiten Rede gezeigt, ich habe gesagt, dann musste ich auch ein bisschen lauter werden, um da auch ein bisschen gegenzuhalten, und das ganz eindeutig. (Heiterkeit und Zuruf von Ann Christin von Allwörden, CDU) Ich wollte heute gar nicht reden, deswegen auch bis zum Schluss, aber ich habe so lange gewartet heute, bist du deinen, deinen, deinen Psalm hier ablegst. Ich muss ganz ehrlich sagen, ihr solltet viel mehr Wert auf die A-Note legen, nicht nur die B-Note, Klamauk und Selbstdarstellung, sondern ein bisschen auf Inhalt, auf Praxisnähe, auf Machbarkeit und so weiter und so fort. (Jeannine Rösler, DIE LINKE: Sehr richtig!) Dein Redebeitrag hier, der war eher eine B-Note anstatt A-Note. Und man muss auch ganz deutlich sagen, wir wollen, wir wollen ganz eindeutig ein modernes und attraktives Lehramtsstudium hier in Mecklenburg-Vorpommern auf den Weg bringen. Und man muss das so ganz deutlich sagen, die Studierenden haben die Möglichkeit, am Anfang des Studiums ihre Fächer auszuwählen. Das machen die auch in der Regel, ob es ein Fach ... Die Möglichkeit haben wir jetzt, gerade in der HMT. Und danach können die Studierenden sich entscheiden, ob sie später an einer Regionalen Schule und an einem Gymnasium arbeiten können. Und beim Lehrerstudium sind das A und O die Didaktik, die Pädagogik, die Methodik, Erziehungswissenschaften und all das. Und das wollen wir hier mitbringen. Und diese Mär von diesem Einheitslehrer, das kann man nicht mehr hören. (Marc Reinhardt, CDU: Ich schon. – Zuruf von Ann Christin von Allwörden, CDU) Wir haben die Lehrer für die Grundschulen, wir werden sie für die Förderschulen noch weiter haben, für die berufsbildenden Schulen. Es wird suggeriert, alles ist in einen Topf geschoben worden, habt ihr in euren Kochshowvideos genauso gesagt von eurem Fraktionsvorsitzenden. Und da kann man bloß sagen, er hat sehr viel warme Luft erzeugt, aber zum Kochen reicht es nicht, und das hat man heute ja in den Redebeiträgen auch gehört. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE – Unruhe vonseiten der Fraktion der CDU – Zuruf von Ann Christin von Allwörden, CDU) Und für ein modernes Lehramtsstudium sind viele Punkte entscheidend, die möchte ich jetzt auch noch mal wiederholen. (Zuruf von Sebastian Ehlers, CDU) Neben der Anzahl der gewählten Unterrichtsfächer ist das Entscheidende die Verbindung von Theorie und Praxis, und eine fundierte Ausbildung in Erziehungswissenschaften ist Bestandteil und ein solides Studium hat eine richtige gute Fachdidaktik, genauso, wie das Fachwissen eine wichtige und richtige Rolle spielt. Und zum Lehramtsstudium – das wurde heute überhaupt noch nicht weiter erwähnt – gehören auch andere relevante wichtige gesellschaftliche Fragestellungen. Bildung für nachhaltige Entwicklung wird immer mehr in den Fokus rücken. Die Digitalisierung und der Umgang mit den neuen Medien werden immer mehr in den Fokus rücken. Und die Inklusion: Auch an einem Gymnasium haben wir eine Inklusion. Die Inklusion ist doch nicht nur im unteren Bereich da. Wir haben doch genauso gut absolut Leistungsstarke mit drin, die müssen doch auch genauso beschult werden. Und demzufolge, die Gruppen werden immer heterogener, was auf der einen Seite sehr gut ist, weil man sich gegenseitig beflügeln kann, und auf der anderen Seite stellt das natürlich auch Herausforderungen für die Lehrer dar. Und deshalb ist ein Lehramtsstudium – ist jetzt schon, aber es wird dann immer noch mehr – abwechslungsreicher, interessanter und vor allen Dingen auch vielseitiger. Und was überhaupt nicht … Und Herr Schneider wird sich erinnern und Herr Diener war auch beim Landkreistag dabei, da wurde über die Möglichkeit des dualen Studiums – (Zuruf von Torsten Renz, CDU) das haben wir heute –, … Du auch. … über das duale Studium von Frau Professor Koch gesprochen. Ministerin Martin hat diese Möglichkeit jetzt im Gesetz festgeschrieben. Das ist eine ganz, ganz wichtige Sache. Es ist ein innovativer Ansatz des Studiengangs, der besonders praxisorientiert ist. Genau das wollen die Koalitionsfraktionen von SPD und LINKE. In einigen Bundesländern, besonders in den östlichen, zum Beispiel in Brandenburg oder auch in Sachsen-Anhalt, gibt es diese Modellversuche, die bereits durch KMK-Beschlüsse bundesweit anerkannt sind. So können an der Magdeburger Otto-von-Guericke-Universität bereits 30 Studierende dual studieren. An der Universität Cottbus und Senftenberg startet man mit 50 Plätzen. Man will das dieses Jahr, glaube ich, oder im nächsten Semester auf 120 erhöhen. Und die Vorteile des dualen Studiums sind doch ganz eindeutig: die Verzahnung von Theorie und Praxis oder anders formuliert von Universität und Schule. So können vor dem Referendariat schon wichtige Praxiserfahrungen gesammelt werden. Fazit: Es ist wirklich eine breite, anwendungsbreite und problemorientierte Sache. Meine Fraktion erwartet, dass die Universitäten Rostock und Greifswald diese Möglichkeit schnell umsetzen, Studiengänge zügig konzipieren und eng mit den Schulen zusammenarbeiten. Die Erfahrungen aus den Bundesländern sagen, es ist gewollt und der Bedarf ist groß. Und eins dürfen wir auch nicht vergessen, es ist eine große Chance, auch für unsere Schulen, auch eine Herausforderung, das darf man auch nicht vergessen. Es muss uns wirklich gelingen, dass möglichst an allen Schulen in unserem Bundesland diese Möglichkeit besteht, dass auch diese Schulen generell von dieser dualen Ausbildung auch profitieren können. So, ich will das jetzt hier heute nicht weiter fortführen. Mit der Novellierung des Lehrerbildungsgesetzes, hier diesen Hochschulteil, schaffen wir die wichtige Voraussetzung für eine gute Lehrkräfteausbildung in Mecklenburg-Vorpommern. Die Anhörung wird sicherlich weitere Anregungen und Vorschläge bringen. Meine Fraktion wird alles genau abwägen und gegebenenfalls Verbesserungen vornehmen. (Zuruf von Sebastian Ehlers, CDU) Stimmen Sie einer Überweisung zu! – Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE)

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