Thomas Diener
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Meine sehr verehrten Damen und Herren! Wir haben uns heute ein bisschen aufgeteilt, in zwei Personen. Das hängt damit zusammen, dass der Wolf ein Doppelrechtler ist. Das hat also nichts damit zu tun, dass die einen Fleisch fressen und die anderen Wurzeln lutschen. (Heiterkeit vonseiten der Fraktion der AfD) Nee, das hat etwas mit rechtlichen Dingen zu tun. Ich darf an der Stelle noch einmal vielleicht recht herzlichen Dank sagen und Frau Rösler von gestern zitieren. Im Rahmen der Diskussion zur Änderung des Schulgesetzes hat Frau Rösler gesagt, der Wolf ist kein Vegetarier und die Spuren vom Wolf führen immer noch in den Hühnerstall. Und genau das ist das Problem im Kern in Wirklichkeit, denn der Wolf bleibt ein Wolf mit all seinen Eigenschaften und Ernährungs- und Verhaltensgewohnheiten. (allgemeine Unruhe) Und es kommt erschwerend ein Punkt hinzu, der Wolf kann nicht lesen. (Heiterkeit bei Thomas de Jesus Fernandes, AfD) Für den Wolf ist ein Stück weit überall Hühnerstall, ob es auf der Weide ist mit Weidetieren, ob es kürzlich wie in Ludwigslust-Parchim im Kälberstall ist, wo also fünf Kälber nicht mal aufgefressen worden sind, sondern einfach nur getötet, sind irgendwann verendet. Das sind teilweise auch dörfliche und städtische Randbereiche. Selbst für die Schweriner war kürzlich mit dem Auftreten eines Wolfrudels in Stern Buchholz der Wolf auf einmal auch relevant geworden. Das kann aber auch im ländlichen Raum sein, Hühnerställe, die aussehen wie Bushaltestellen, Kitas oder andere soziale Einrichtungen. Und selbst gelegentlich hier im Schweriner Schloss soll schon ein Wolf gesehen worden sein. (Heiterkeit vonseiten der Fraktionen der SPD und AfD – Zurufe von Julian Barlen, SPD, und Hannes Damm, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Wir haben also eine Reihe von Dingen, also wir haben, also, was ich heute mitnehme, ist, also der Wolf wird sicherlich analysiert werden aufgrund der sexuellen Probleme, die er vielleicht hat. Anders kann man das ja wohl gar nicht erklären hier. (allgemeine Heiterkeit) Ein weiterer Punkt ist hier aber auch, dass die Zahlen, die zugrunde gelegt worden sind – 19 Rudel, 3 Paare, 2 Einzelne –, durchaus strittig sind. (Glocke der Präsidentin) Offenbar sind je nach Interessenlage die Zahlen hier auch ein bisschen geschätzt, entweder nach oben oder nach unten. Also ich vermute mal, dass die Wolfszahlen hier ungenauer sind als die Zahlen zum Zensus. (allgemeine Heiterkeit) Insofern sind das durchaus fragwürdige Statistiken, die hier zugrunde gelegt werden. Prognosen gehen davon aus, dass in drei Jahren ungefähr 500 Wölfe oder mehr in Mecklenburg-Vorpommern leben werden. Das Ziel in ganz Schweden – sind dieselben europäischen Regelungen – sind 170. Wir waren als Fraktion vor einem Jahr in Schweden. Dort gibt es Gegenden mit wenig Wölfen und Gegenden ohne Wölfe. Da kann sich jeder die Regularien überlegen, wie es dort existiert. Das heißt, wir haben hier einen massiven Handlungsdruck bei den Wölfen. Die Anzahl der Vorlagen wurde hier schon diskutiert. Das heißt, alleine eine Stabilisierung und Reduzierung des Wolfsbestandes ist sinnvoll. (Der Abgeordnete Hannes Damm bittet um das Wort für eine Anfrage.) Die Redezeit ist kurz. Anschließend, wenn es geht. Das heißt, wir brauchen keine Anträge, die eine Verschlimmbesserungsstrategie machen, sondern wir brauchen endlich Maßnahmen, die wirkungsvoll sind und nicht wirkungslos. Mit Präventionsmaßnahmen alleine, so, wie sie hier in den Vordergrund gerückt worden sind, läuft man dem Problem dauerhaft hinterher. Und angesprochen wurde ja auch der ländliche Raum. Es geht also hier nicht nur um wirtschaftliche Aspekte, es geht hier auch um Sicherheitsgefühle für den ländlichen Raum. – Haben Sie recht herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! (Beifall vonseiten der Fraktion der CDU)
