Christian Pegel
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Abgeordneter, bis zur Entscheidung sind wir noch nicht, aber wir bereiten genau das vor. Wir gucken uns vor allen Dingen weniger die Arbeitsagentur, das sehen Sie mir nach, sondern zwei Bundesländer an. Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen sind bereits zu einer Entscheidung gelangt. Baden-Württemberg, als Heimatbundesland mit Sicherheit auch früher informiert und dichter dran, ist bereits in der Umsetzung, führt es also ein und versucht konkrete Anwendungsbereiche für die F13 zu eruieren. Der große Vorteil ist, dass es sich um eine Künstliche Intelligenz handelt, die ausschließlich auf deutschen Servern liegt und auf deutschen Servern verarbeitet, sodass sie den großen Vorteil haben, dass sie datenschutzrechtlich an der Stelle in keine Schwierigkeiten kommen können. Sie soll drei Funktionen jetzt schon ermöglichen, eine vierte ist im Ausbau befindlich. Erstens soll sie Zusammenfassungen von Texten ermöglichen, und zwar im Zweifel mit Schwerpunktsetzungen von den Informationsgehalten, die mir als Nutzerin oder Nutzer wichtig sind. Sie soll Vermerkfunktionen enthalten. Sie soll also aus diversen Unterlagen Vermerke zusammenfügen können – bleibt unbenommen, dass jeweils Menschen hinterher sicherlich noch mal drüberschauen müssen. Aber es gibt offenbar aus Sicht Baden-Württembergs sehr erfolgreiche Pilotversuche damit, die die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen deutlich erleichtern. Sie soll in großen Datenmengen Rechercheassistenz leisten können – das ist das, was Künstliche Intelligenz in der Regel ja ohnehin kann – und dann für menschliche Analysten schwer überschaubare Datenmengen für Verwaltungszwecke herunterbrechen. Und es ist in Zukunft vorgesehen – das ist übrigens in der Erprobungsphase –, dass sie Fließtextgenerierung ermöglichen soll, also ganzheitliche Fließtexte mit zentralen Fragestellungen, die ich vorher vorgebe, erzeugt. Wir sprechen zurzeit in zwei Richtungen. Wir sprechen zum einen mit Baden-Württemberg als Bundesland, ob wir, um nicht selber ausschreiben, selber vorgehen zu müssen, über die mit denen gemeinsam beziehen können. Da gibt es Gespräche der Staatssekretärin unseres Hauses, weil sie der CEO der Landesregierung ist, mit dem CEO der Landesregierung Baden-Württemberg, die dort beschafft haben. Und alternativ prüft offenbar auch der GovTech Campus, möglicherweise auch der IT-Planungsrat. Wir schauen also, ob wir uns an irgendeine Beschaffung dranhängen können und auf die Art und Weise für uns zumindest Modellversuche vornehmen können.
