Dr. Harald Terpe
Frau Präsidentin! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Also manchmal weiß ich nicht, ob ich nicht auch froh sein soll, (Enrico Schult, AfD: Dass das bald zu Ende ist mit dem Landtag, ja?) dass es immer so nackt zutage tritt, was AfD-Politiker hier so von sich geben. Parolendrescherei und Diskriminierungsfantasterei, das ist das, was im Vordergrund steht, und meistens gepaart mit keiner Ahnung. (Beifall vonseiten der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Dirk Bruhn, DIE LINKE) Das ist gerade in diesem Fall wieder so richtig typisch. Ja, keinen blassen Schimmer, wie bei uns sozusagen die Berufsanerkennung läuft, die Approbation läuft, was dazu alles nötig ist, wer das macht, dass es eine ärztliche Selbstverwaltung gibt, dass Approbierte nicht Landesapprobierte sind, sondern Approbation ist von Staats wegen. Und das hat überhaupt nichts damit zu tun, (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Das hat auch nichts mit unserem Antrag zu tun, was Sie hier gerade sagen, also gar nichts.) ob die hier approbiert werden oder sonst wo approbiert werden. Die einzige Verpflichtung, die approbierte Ärztinnen und Ärzte haben, ist, wenn sie ihren Beruf aufnehmen, sich dann bei der zuständigen Ärztekammer zu melden. Das heißt also gar nicht, dass, wenn die hier approbiert sind, dass die dann hier erfasst werden in irgendeiner Weise, dass wir da irgendwelche Schlussfolgerungen für unser Land ziehen können, also alles Leerstellen. (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Nein, haben wir ja.) Man kann sich vorher informieren, Herr Kollege de Jesus Fernandes. Das haben Sie nicht gemacht. Für Sie ist es hier so eine Art Veranstaltung. Sie haben auch zu Ihrem Antrag im Übrigen fast nichts gesagt. (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Doch!) Zunächst haben Sie von Herumlungern von irgendwelchen Leuten auf dem Marienplatz erzählt oder sonst irgendeinen Quatsch, (Zuruf von Torsten Koplin, DIE LINKE) der immer irgendwie angebracht wird von Ihnen. Sie würden ja bei irgendeinem Thema immer die Migration irgendwie zum Thema machen, weil das Ihr einziges Thema ist, was Sie haben. (Thore Stein, AfD: Na ja, na ja!) Und insofern ist das sozusagen in Ihrem Punkt 1, hatte ich schon gesagt, über das, was Sie da fordern, werden Sie nichts von dem, was Sie vorgeben, vielleicht für die Qualität zu machen, erfassen. Und ich würde diese Gelegenheit auch noch mal nutzen, denjenigen im Lande zu danken, die sich mit der Ausbildung, mit der Sprachfortbildung, mit der Prüfung von ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern im Gesundheitswesen verdient machen. Das ist nämlich alles Ehrenamt. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, DIE LINKE, Sebastian Ehlers, CDU, und Constanze Oehlrich, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Alles das ist Ehrenamt. Ich habe jahrelang geprüft und kann Ihnen versichern, dass wir sozusagen gut sprachlich ausgebildet, gut fachlich anerkannte Leute hier zur Approbation gebracht haben. Das klappt nicht in jedem Fall auf Anhieb, es klappt häufig nach einer Wiederholung. (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Wo klappt es denn besser und wo nicht so gut?) Wir haben einen einheitlichen Standard für diejenigen, die hier bei uns eine Approbation im Lande kriegen. (Horst Förster, AfD: Aber man kann doch schlussfolgern, wo es klappt, wo es weniger klappt, wo es gut läuft, bei welcher Personengruppe.) Bei uns in Mecklenburg-Vorpommern klappt es zum Beispiel besonders gut, weil wir zum Beispiel auch für Schleswig-Holstein prüfen hier. Wir liefern also auch noch sozusagen die Anerkennung für schleswig-holsteinische approbierte Kolleginnen und Kollegen. (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Und, klappt es bei den Schleswig-Holsteinern besser als bei den Mecklenburg-Vorpommern?) Also das ist ein Gütesiegel, was wir hier machen. Und insofern weiß ich gar nicht, wo das Problem liegt. Ich kann Ihnen aber auch versichern, dass wir eine breite Internationalität haben, aus den unterschiedlichsten Gründen. Manchmal hat das überhaupt nicht mit Flucht zu tun, manchmal sind es familiäre Verhältnisse, manchmal ist es der Ukrainekrieg, wo Aserbaidschaner/-innen beispielsweise, die in der Ukraine studiert haben, sozusagen dann hier bei uns die Approbation erlangen. Also das ist ganz vielfältig, …
