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Stefanie Drese

27.09.2024 Sitzungen 8/89

Nein, lasse ich nicht zu. (Zuruf von Jens Schulze-Wiehenbrauk, AfD) Herzlichen Dank deshalb an alle Menschen, deren ursprüngliche Heimat nicht Deutschland war, für die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung. Ihre Arbeit ist so wichtig für unsere Gesellschaft, wir brauchen Sie. Seien Sie herzlich willkommen! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Zuruf von Enrico Schult, AfD) Was wir nicht brauchen, ist Ihr Antrag. Es mag für statistische Erhebungen Gründe geben, die Herkunft zu erfassen, aber Ihr Antrag ist ein abschreckendes Beispiel dafür, verbindliche Berichtspflichten einzuführen, denn – und ich greife jetzt die Formulierung aus Ihrem Antrag heraus – ich möchte keine verpflichtende Erfassung der Staatsangehörigkeit, des Herkunftslandes (Constanze Oehlrich, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Genau!) und weiterer relevanter demografischer Daten in Verzeichnissen. Ich möchte Ihnen diese Daten nicht zur Verfügung stellen. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, DIE LINKE und Constanze Oehlrich, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Ich möchte keine politische Bewertung der Einwanderung in das Gesundheitswesen, schon gar nicht von Ihnen! Ich möchte nicht, dass Sie Listen anfertigen. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, DIE LINKE und Constanze Oehlrich, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Und noch etwas, (Zuruf von Enrico Schult, AfD) und noch etwas ist mir wichtig zu sagen: (Jens Schulze-Wiehenbrauk, AfD: Deswegen ist das ja so ein Chaos!) Das Herkunftsland unserer Gesundheitsfachkräfte steht nicht in Korrelation mit der Qualität der medizinischen Versorgung. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, DIE LINKE, Dr. Harald Terpe, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, und Barbara Becker-Hornickel, FDP) Das Wissen um die Nationalität der einzelnen Fachkräfte hat keinen Einfluss auf die jeweilige Ausbildung oder das Verfahren zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse. (Enrico Schult, AfD: Dann können wir da ja mehr werben in den Ländern.) Die Ausbildung in den akademischen Heilberufen ist bundesrechtlich in den jeweiligen Approbationsordnungen geregelt. Ebenso regelt der Bundesgesetzgeber die Vorgaben der Anerkennung ausländischer Abschlüsse im Gesundheitswesen. Meine sehr geehrten Kolleginnen und Kollegen, jede in unserem Land anerkannte internationale Gesundheitsfachkraft hat einen mit der deutschen Ausbildung gleichwertigen Ausbildungsstand sowie die für die Ausübung der beruflichen Tätigkeit erforderlichen Sprachkenntnisse nachgewiesen. (Jens Schulze-Wiehenbrauk, AfD: Da haben wir ganz andere Sachen gehört.) Die Anerkennungsverfahren dauern teilweise leider etwas länger, als wir uns das wünschen würden. (Zuruf von Marcel Falk, SPD) Sie sind jedoch komplex und unterliegen strengen bundesgesetzlichen Vorgaben. (Beifall Dr. Harald Terpe, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, und René Domke, FDP) Wir alle wünschen uns schnellere Entscheidungen, doch die sorgfältige Prüfung jedes einzelnen Falls durch unsere Anerkennungsbehörde ist unerlässlich, um eine hohe Qualität der Gesundheitsversorgung aufrechtzuerhalten. Mit diesem Verfahren stellen wir sicher, dass die ausländischen Arbeitskräfte auch wirklich gut qualifiziert sind, um im Gesundheitswesen in Mecklenburg-Vorpommern tätig werden zu können. Wir müssen neue Fachkräfte unterstützen, anstatt sie zu kategorisieren. Dass unsere Verfahren funktionieren, zeigt sich auch daran, dass weder bei den jeweiligen Heilberufskammern noch beim Medizinischen Dienst in den vergangenen Jahren Beschwerden wegen Sprachbarrieren, Verständnisproblemen oder Behandlungsfehlern durch ausländische Fachkräfte eingegangen sind. (Henning Foerster, DIE LINKE: Da müssen Sie nur mal in die Kliniken gehen!) Meine sehr geehrten Damen und Herren, um weiter lebenswichtige medizinische Versorgung sicherstellen zu können, brauchen wir jede helfende Gesundheitsfachkraft, egal, ob diese aus dem Ausland oder dem Inland kommt. Seien wir nicht wie die AfD, die mit ihrer Politik Zuwanderung auch und gerade in den Gesundheitsbereichen torpediert und verhindert! (Heiterkeit bei Jens Schulze-Wiehenbrauk, AfD) Lassen Sie uns gemeinsam weiter an den Rahmenbedingungen arbeiten, durch die die Fachkräfte aus dem Ausland in unserem Land sich gut aufgehoben und integriert fühlen! – Ich danke Ihnen! (lang anhaltender Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

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