Jens Schulze-Wiehenbrauk
Wir müssen uns vergleichen mit anderen Ländern, die ähnliche Situationen haben. Und wenn die es schaffen, eine bessere, sage ich mal, wirtschaftliche Situation darzustellen, herzustellen, dann müssen wir uns daran ein Beispiel nehmen. Mir geht das jetzt … Natürlich hat sich da was positiv entwickelt. (Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD) Das wäre ja auch gar nicht mehr zu glauben, wenn wir noch die Löhne von 1990 hätten. Also das wäre ja nicht denkbar. Das ist ja schön, dass wir überhaupt noch so viel Geld bekommen, dass wir leben können. Das finde ich ja schon mal ganz toll. Aber 35.000 Euro, Herr Winter, überlegen Sie mal, was das ist! Versuchen Sie mal, mit so einer Summe auszukommen, dann werden Sie das verstehen, (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Das versteht der nie.) was ich hier meine. Finde ich auch ein bisschen abgehoben, das vielleicht noch nicht wirklich vernünftig einzuordnen. Wir haben leider durch diese schlechten, mangelhaften Infrastrukturen, durch die schlechten Rahmenbedingungen, die wir hier als Mecklenburg-Vorpommern anbieten für Unternehmen, für junge Leute im Zuzug, leider zu verzeichnen ein Aussterben von Dörfern. Ich weiß nicht, ob es Ihnen auffällt, sicherlich treiben Sie sich nicht so viel im Land umher, (Marc Reinhardt, CDU: Ich wohn da sogar.) aber mir ist natürlich das ein Dorn im Auge, dass ganze Dörfer sozusagen ausgestorben sind. Und das Problem ist, wenn ein Dorf erst anfängt auszusterben, dann ist es auch unattraktiv, dorthin zu ziehen. Da können Sie für 1 Euro verkaufen, da will keiner hin. Wenn alle Häuser um einen herum schon verfallen, dann ist die Attraktivität verschwunden. Und die Entwicklung in diese Richtung geht leider immer weiter. Das ist hier noch gar nicht mal erwähnt worden, das ist noch gar nicht mal sozusagen als Problem erkannt worden. Wenn wir – und das haben wir ja diese Woche auch schon gehört – als Mecklenburg-Vorpommern immer mehr Einwohner verlieren, verlieren wir logischerweise auch noch immer mehr Einnahmen. Das heißt also, das ist ein Teufelskreis, eine Abwärtsspirale, die sich immer weiter nach unten dreht. Und wenn wir da nicht gegensteuern, und das kann man nur mit wirklich besseren Rahmenbedingungen, und an dieser Stelle, muss ich mal sagen, nicht die Bürokratie weiterentwickeln – da haben wir heute ja schon wieder Anträge zu gehört, wie man das noch weiterentwickeln kann, wie man das fortsetzen will –, die Bürokratie abbauen. Die Bürokratie ist ein …
