Hannes Damm
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Wulff, Sie können ja dann gleich … Also zu dem letzten Punkt, warum wir dafür jetzt Geld ausgeben sollten: Das ist besonders witzig, weil wir hier einen interfraktionellen Antrag gehabt haben zum Nachtragshaushalt, wo wir genau dieses Geld, also den Beschluss dazu gefasst haben – habe ich ja in meiner Eingangsrede auch aufgefasst. Ich meine mich zu erinnern, dass die FDP-Fraktion da auch dabei war. (René Domke, FDP: Ist ja nicht beschlossen worden.) Insofern, entweder ist … Natürlich ist der beschlossen worden, Herr Domke, natürlich ist er beschlossen worden. So! (Zuruf von Rainer Albrecht, SPD) Nachtragshaushalt 23, aber wurde nicht umgesetzt bisher. Der andere Punkt, Herr Wulff: Es geht beim Wasserstoff überhaupt nicht darum, dass wir als Politik uns hinstellen und irgendwas verbieten. Es geht, wenn Sie das richtig gelesen haben, es geht darum, Gebiete auszuschließen für den Wasserstoff, wo man sich als Bürger nicht darauf verlassen kann und auch die Planer nicht darauf verlassen können, dass da jemals in relevanten Mengen Wasserstoff vorliegen wird. (Zuruf von Horst Förster, AfD) Und das ist einfach nur fair, das ist Planungssicherheit aus unserer Sicht, zu sagen, also hier sind die Wasserstoffleitungen, ihr könnt schon mal bei eurer gesamten Planung weglassen, dass ihr irgendwie die Leitung ab Lubmin anzapft, wenn ihr irgendwo in der Seenplatte 150 Kilometer entfernt davon sitzt. (Zurufe von Horst Förster, AfD, und Thomas de Jesus Fernandes, AfD) Weil ansonsten, ansonsten denken nämlich die Bürger, (Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD) ah, vielleicht kommt bei mir in zwei, drei, vier, zehn Jahren noch Wasserstoff, (Glocke der Vizepräsidentin) baue ich mir eine Wasserstoff-Ready-Gasheizung ein. Nur, wenn dann der Wasserstoff am Ende nicht kommt, was in diesen Regionen mit so langen Pipelines einfach unwahrscheinlich ist, die bleiben dann auf den hohen CO -Kosten ihrer Heizung sitzen oder können im schlimms-2 ten Fall gar nicht mehr versorgt werden. Und das wollen wir verhindern. (Beifall Jutta Wegner, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Zuruf von Marc Reinhardt, CDU)
