Barbara Becker-Hornickel
Sehr geehrte Präsidentin! Meine Damen und Herren Abgeordnete! Ja, in ländlichen Räumen kann es einfach mal vorkommen, dass bis zum Eintreffen eines Ersthelfers schon einmal zwölf Minuten vergehen können, in der Landeshauptstadt sind es acht Minuten. Bei echten Notfällen kann jede Minute lebensentscheidend sein. Dazu kommt die Tatsache, dass etliche Menschen in die Notaufnahme kommen, ein Beispiel haben wir gerade gehört, ohne von einem Notfall betroffen zu sein, oder dorthin geschickt werden. Das macht mich schon betroffen. Das belastet unnötig die eh schon stark belasteten Häuser. Ich denke, auch hier ist eine gesellschaftliche Debatte notwendig, die aber nicht an diesem Punkt zu führen ist, sondern die wir in dem geeigneten Rahmen doch führen sollten. Zurück zu den Forderungen der CDU: Die Reform der Notfallversorgung und des Rettungsdienstes auf Bundesebene mit den vorgesehenen Integrierten Notfallzentren an ausgewählten Krankenhausstandorten geht grundsätzlich in die richtige Richtung. Es ist aber zwingend, dass bei dieser Reform die Strukturen des ländlichen Raumes berücksichtigt werden müssen. Dazu müssen auch Ausnahmen bei den Qualitäts- und Personalvorgaben in Betracht gezogen werden. Es kann eben nicht sein, dass für die Festlegung der Anzahl der Leitstellen als alleinige Berechnungsgrundlage die Einwohnerzahl zugrunde gelegt wird. Da wird es dann gerade in großen Landkreisen wie MSE, Vorpommern-Greifswald echte Ausdünnungseffekte geben, und das wollen wir nicht zulassen. (Beifall vonseiten der Fraktion der FDP) Wir unterstützen, die Belange der ländlichen Räume in den laufenden Gesetzgebungsprozess auf Bundesebene einzubringen. Viele Dinge sind jetzt schon gesagt, die habe ich mir jetzt erspart. Doppelt gemoppelt macht es nicht wahrer, das, denke ich, wissen wir auch alle. Kurz gesagt, wir teilen die Sicht der CDU und unterstützen Ihren Antrag. – Danke schön. (Beifall vonseiten der Fraktion der FDP und Katy Hoffmeister, CDU)
