Marc Reinhardt
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ja, auch ich muss sagen, es ist ein wichtiges Thema. Auch dank David Wulff beschäftigen wir uns ja glücklicherweise hier jetzt öfter mit dem Katastrophenschutz. Ich denke, wer sich die letzten Jahre angeguckt hat, sieht auch, dass das mehr als vonnöten ist, ob es in der Haushaltsplanung ist oder auch eben hier. Wie können wir eigentlich der jungen Generation quasi das wieder viel stärker in den Blickpunkt holen? Aber auch ich habe natürlich ein paar Nachfragen. Wir denken, so will ich es mal sagen – wir haben das eben auch schon von den Vorrednern gehört –, wenn wir jetzt sagen, wir machen ein verpflichtendes Programm im Zivil- und Katastrophenschutz ab der 8. oder 7. Klasse, ist natürlich klar, ich war ja auch lange Bildungspolitiker, deshalb weiß ich, wenn man vorne was reinschiebt in den Lehrplan, muss man auch irgendwie hinten was rausholen, ansonsten müssen wir vielleicht wieder sonnabends in die Schule gehen. Das kenne ich ja auch noch. Insofern ist das hier vielleicht ein bisschen unkonkret. Wir müssen uns auch über das Lehrpersonal unterhalten. Na klar ist es zum Beispiel möglich, im Rahmen des Wahlpflichtfaches, gibt es ja an einigen Schulen, die Feuerwehr, die Katastrophenschützer zu holen. Wir müssen uns auch über Fortbildung von Lehrkräften und, und, und unterhalten. Also lässt der Antrag hier auch noch einige Fragen offen. Dann sich auch dafür einzusetzen, dass die Zivil- und Katastrophenschutzkurse fest im schulischen Jahresplan integriert werden, ja, das müsste man, wenn man das will, dann tun. Aber da müssten wir uns dann auch vorher ganz genau unterhalten, wie kriegen wir das hin. So eine Lehrplandiskussion wird ja dann von Lehrkräften gemacht, das ist ein Stück weit Arbeit, das tatsächlich dann auch in diesen Lehrplan zu integrieren. So geht es eigentlich mit allen Forderungen, ich glaube, es sind so an die vier, die ihr habt, weiter. Die sind erst mal, wenn man sich sie so durchliest, sagt man, könnte ich sofort unterstützen. Aber wir müssen uns auch über die genaue Ausgestaltung und das Wie unterhalten. Dass das wichtig ist, wie verhalte ich mich im Stromausfall, Sirenenwarntöne, hat auch der Minister gesagt, was ist die Aufgabe der Blaulichtorganisation et cetera, et cetera, ich denke, das sind schon wichtige Inhalte, die auch den Schülerinnen und Schülern zugänglich gemacht werden. Wir können dabei ja auch noch einmal kurz in andere Bundesländer gucken, wie gehen die damit um, anhand von Beispielen. Hamburg zum Beispiel passt in diesem Schuljahr die bestehenden Lehrpläne dahin gehend an, NRW plant entsprechende Anpassungen und in Baden-Württemberg gibt es mittlerweile einen verpflichtenden, umzusetzenden Aktionstag an weiterführenden Schulen ab der 6. Klasse, auch ein sogenannter Helfertag. Das sind sicherlich Sachen, die man auch bei uns diskutieren könnte. Ich will das hier gar nicht in die Länge ziehen. Jetzt einfach zu sagen, wir beschließen den Antrag und dann geht es los, das ist es nicht. Ich glaube aber, das Thema sollte sich deutlich auch in unserem Ausschuss oder in unseren beiden Ausschüssen verbindlich wiederfinden. Deshalb beantrage ich die Überweisung in den Innen- und den Bildungsausschuss, damit wir uns über die Themen, die ja auch mehrere Redner hier aufgeworfen haben, unterhalten können, und denke mal, das würde dem Landtag auch gut zu Gesicht stehen. Ich denke, im Innen- und Bildungsausschuss ist das gut angekommen. Da bricht sich jetzt auch die Koalition keinen Zacken aus der Krone, wenn sie dem jetzt auch einfach mit zustimmt und wir dort das Thema, was ja auch der Minister für wichtig befunden hat, einfach weiterbehandeln. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! (Beifall vonseiten der Fraktionen der CDU und FDP)
