Christian Pegel
Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Sehr geehrter Herr Abgeordneter! Zunächst habe ich einen Zeitungsbericht gelesen, dass zumindest ein Unternehmer in diesem Lande vorträgt, dass bei fruchtpflückenden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, zu gut Deutsch Erdbeeren, ja, er sich in den letzten 30 oder 40 Jahren an keine deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer erinnern könne. Den Hinweis also, da fände ständig ein Verdrängungswettbewerb statt, hat dieser Unternehmer für seinen Bereich nicht geteilt. Ich selbst … (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE – Zuruf von Jens Schulze-Wiehenbrauk, AfD) ich zitiere nur das Gelesene. Zweitens, ich selbst habe in Greifswald wiederholt im Universitätsklinikum wahrgenommen, dass mir die dortigen Beteiligten – jetzt sind wir nicht mehr im Niedriglohnsektor, wie von Ihnen angenommen – sehr deutlich sagen, wenn Ärztinnen und Ärzte und Pflegekräfte mit ausländischem oder Migrationshintergrund die Klinik von heute auf morgen komplett verlassen würden, dann würden wir da den Achtstundentag einführen und Patientinnen und Patienten nach Hause schicken. (Horst Förster, AfD: Um die gehts doch gar nicht.) Wir sind in soliden zweistelligen Prozentbereichen, die in der Pflege und in der Ärzteschaft aus den Bereichen kommen, (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Das wissen Sie doch gar nicht, ich habe doch eine Kleine Anfrage gestellt.) und das lässt sich für viele andere Felder fortsetzen. (Zuruf von Michael Noetzel, DIE LINKE) In den Bereichen, gehen Sie doch einfach mit dem Universitätsklinikum Greifswald mal ins Gespräch, hören Sie denen auf Demonstrationen zu! Genau das bekunden die sehr deutlich, meine Damen und Herren, es findet eben kein permanenter Verdrängungswettbewerb statt, sondern der Arbeitsmarkt ist an vielen Stellen zwischenzeitlich eher auf der Suche, (Zuruf von Jens-Holger Schneider, AfD) als dass wir übermäßig Menschen dadurch enttäuschen müssten. Zweitens, die Dreimonatsfrist, nach der Asylberechtigte jetzt in Arbeit gehen dürfen, ist im Übrigen auch auf nachdrückliches Bemühen dieses Bundeslandes durch die Bundesregierung und den Bundestag in den letzten neun Monaten überhaupt erst vorgesehen worden. Wir haben vorher immer sehr viel spätere Fristen gehabt. Ich glaube auch, dass wir leider einen Moment brauchen werden, bis die Praxis diese Veränderung wahrnimmt. Dazu ist der eben genannte Zeitungsartikel auch ein Beitrag. Ich bin überzeugt davon, dass wir sehr viel schneller Angebote machen können, wollen und sollen. Und wir sehen auch, dass die Arbeitsagentur genau dazu mit uns bereit ist, und dann werden wir auch andere Zahlen erleben. Zu guter Letzt, GEAS, (Jens Schulze-Wiehenbrauk, AfD: Das erzählen Sie seit zehn Jahren.) in der Tat, wird auch weiterhin in Teilen, in Teilen Asylverfahren in den einzelnen Mitgliedsstaaten zulassen, aber GEAS sorgt dafür, dass eine Vielzahl von Personen an den Außengrenzen bearbeitet werden, (Zuruf von Jan-Phillip Tadsen, AfD) alle mit weniger als 20 Prozent Anerkennungs- und Schutzquote. Das sind nicht wenige. (Zurufe von Thomas de Jesus Fernandes, AfD, und Jan-Phillip Tadsen, AfD) Herzlichen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE)
