Torsten Renz
Danke fürs Wort, Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Schneider, das Thema der Aussprache lautet ja unter anderem „Bildungsgerechtigkeit schaffen“. Könnte man ja davon ausgehen, dass die Bildungsgerechtigkeit nicht da ist. Insofern ist das ja der Antrag der GRÜNEN, und wenn ich die Rede der Kollegin richtig verstanden habe, hat sie das ja auch infrage gestellt. Dass Sie jetzt permanent auf sie eingedroschen haben, das hat mich etwas verwundert. Eher die Bildungsministerin hat gesagt, dass wir relativ gerecht unterwegs sind. Aber das war gar nicht Gegenstand unbedingt meiner Frage, und ich will Sie einfach noch mal in eine Diskussion hineinziehen. Sie haben relativ zu Beginn gesagt, die Eltern sind zuständig, die Eltern, die Eltern, die Eltern. Punkt! (Zuruf vonseiten der Fraktion der AfD: In erster Linie.) Da will ich Ihnen sagen, ich teile die Auffassung, (Zuruf aus dem Plenum: Genau!) ich teile die Auffassung, aber ich will mich mit Ihnen in eine Diskussion begeben. Wenn ich jetzt feststelle, und es könnte möglicherweise so sein, dass die Gesellschaft, die Politik festgestellt hat, dass die Eltern sozusagen ihrem Auftrag nicht nachkommen, und Ihre weiteren Ausführungen haben mehr oder weniger, will ich zusammenfassen, deutlich gemacht, dass Sie der Auffassung sind, vorschulische Bildung klappt nicht, Grundschule klappt nicht, Schule klappt nicht, es klappt alles nicht, insofern würde mich tatsächlich mal interessieren – jetzt nicht der Teil, was im Nachgang in Schule und Kita passieren soll –, sondern wie Sie mit dem Umstand politisch umgehen wollen, wenn Sie die Auffassung teilen, dass die Eltern möglicherweise ihrem Erziehungsauftrag nicht nachkommen. Wie würden Sie diesen, (Zuruf von Horst Förster, AfD) diesen Konflikt gerne lösen wollen?
