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Jens-Holger Schneider

AfD 12.07.2024 Sitzungen 8/86

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren Abgeordnete! Liebe Landsleute! Speziell liebe Eltern und liebe Kinder! Und ja, Herr Renz, bei uns in der Fraktion, jetzt hört er nicht mal zu, gibt es geballte Kompetenz auf vielen Schultern verteilt. (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD) Also wir können alle immer zu allen Sachen reden, weil wir uns mit den Dingen beschäftigen und weil wir ein Interesse daran haben, das Land vorwärtszubringen. (Enrico Schult, AfD: Das ist „Z wie Zukunft“, sag ich nur! – Zuruf von Torsten Renz, CDU) Richtig ist … (Enrico Schult, AfD: „Z wie Zukunft“! Zukunft gehört der AfD-Fraktion.) Ja, da können Sie auch noch was lernen, kann ich gerne noch mal ein Referat halten, habe ich gar kein Problem mit. Richtig ist, Bildung, insbesondere jene des Sprachvermögens, also des Verstehens und Sprechens als Grundlage aller Kommunikation, muss entwicklungspsychologisch früh, und zwar so früh wie möglich beginnen, an sich schon früher als in Kindertagesstätten. In Verantwortung für den Ansatz frühkindlicher Bildung stehen somit zuallererst die Eltern und nicht zuerst der Staat. Sie, die Eltern, sollten viel mit ihren Kindern sprechen, (Enrico Schult, AfD: Sehr richtig!) die Kinder Worte lehren, Kinder an Gesprächen teilnehmen lassen, mindestens zuhören lassen, sehr viel vorlesen, mit dem Kind singen, ihm kleine Gedichte vorsprechen oder diese mit den Kindern lernen. Auch Gute-Nacht-Geschichten sind wichtig, Ritualisierungen des Sprechens gewissermaßen als Vorschule des Denkens. Bildung, zumal sprachliche, beginnt naturgemäß nicht mit dem Staat und kann nicht gänzlich dem Staat überlassen sein. So gewinnend – in Anführungszeichen – „frühkindliche Bildung“ auch immer klingt, wer sich Kinder wünscht, ist für sie verantwortlich. Und insofern Sprache und Denken eine Einheit bilden, ist diese elterliche Aufgabe von Anfang an besonders wichtig. Zu bedenken ist, was die Schule aus ihrer weitgehenden Dysfunktionalität, für die es viele Ursachen gibt, schon länger nicht mehr zu leisten versteht, das kann letztlich auch frühkindliche Bildung – Stand heute – nicht vollständig ausgleichen. Frühkindliche Bildung ist einer jener vielen Selbstvergewisserungsbegriffe, von dem sich die Politik Besserung verspricht, allein, weil sie den positiven Begriff generierte und damit verbundene Erwartungen permanent beschwört. Nur wenn frühkindliche Bildung diesen Namen verdient und so substanziell wie regelmäßig und gründlich erfolgt, sichert sie die Grundlagen für alles Weitere. Selbst die Grundschule blieb in ihrer entwicklungspsychologischen Hochbedeutung lange unterschätzt, was sich früher unter anderem – aber nicht nur – in der schlechteren Entlohnung der Grundschullehrer widerspiegelte, angesichts der sich bislang trotz aller wohlklingenden Initiativen immer weiter vertiefenden Defizite in der Wissens- und Könnensbilanz der Schüler, die jeder neue Test, jede neue Studie bislang nachweisen, wie es eben auch das Mathedesaster des letzten M-V-Abiturs zeigte. Wenn man in einem Staat lebt, der sich von der Migrantenversorgung bis zur Alimentierung von Arbeitsvermeidern eine Menge zutraut, aber seine eigensten und früher selbstverständlichsten Obliegenheiten, etwa jene der Alphabetisierung seiner Landeskinder, versäumt, so ist man zunächst als Bürger, also als Elternhaus, gehalten, immer mehr auf Eigenverantwortung zu setzen, auch in der Wissens- und Könnensvermittlung, zumal der sprachlichen für die eigenen Kinder. Gleiches gilt später für die Allgemeinbildung, da gleichfalls sie durch die Schule schon lange nicht mehr vermittelt wird. (Der Abgeordnete Torsten Renz bittet um das Wort für eine Anfrage.) Gerne eine Kurzintervention.

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