Thore Stein
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Frau Schmidt, ich möchte natürlich zurückweisen, dass Sie uns unterstellen, wir als AfD, unsere Kommunalvertreter würden jetzt einen Angriff auf die freie Kunst vorhaben. (Zuruf von Thomas Krüger, SPD) Es ist sicherlich richtig, das haben Sie richtig festgestellt, dass natürlich wir als nationalkonservative Partei eine andere Vorstellung von Kunst haben. Das ist aber auch vollkommen normal. (Zurufe von Torsten Koplin, DIE LINKE, und Jeannine Rösler, DIE LINKE) Das ist sicherlich nicht abwegig. Das ist auch unser gutes Recht. (Zuruf von Torsten Koplin, DIE LINKE) Und ja, genau, Herr Koplin, es ist richtig, was heute als Kunst gerne proklamiert wird, ja, abstrakte Kunst, (Jeannine Rösler, DIE LINKE: Das entscheiden Sie, ja?!) moderne Kunst, ja, ist für die allermeisten Menschen nicht mehr begreifbar. (Beifall Jens Schulze-Wiehenbrauk, AfD) Es ist nur noch für eine abgehobene kleine Kaste, die sich darin suhlt, immer irgendwie irrationaler sich darstellen zu müssen, noch begreifbar. Und für die allermeisten Menschen ist das keine Kunst. (Zuruf von Torsten Koplin, DIE LINKE) Das sehen wir auch in der Architektur. Wenn Sie Menschen fragen, (Thomas Krüger, SPD: Sie bestimmen, was Kunst ist, oder was?!) was sie als schöne Architektur empfinden, dann wird im Regelfall auf die Gründerzeit verwiesen, auf den Jugendstil verwiesen, (Unruhe vonseiten der Fraktion der SPD – Zurufe von Julian Barlen, SPD, und Beatrix Hegenkötter, SPD – Glocke der Präsidentin) aber sicherlich nicht auf den Bausteinkastenbau, den wir heute allerorten sehen. (Zurufe von Julian Barlen, SPD, und Thomas Krüger, SPD) Und ja, es mag durchaus sein, dass die AfD andere Impulse setzt in der Kultur- und Kunstförderung. Das ist auch unser gutes Recht. Das haben Sie auch über Jahrzehnte getan. Und dieses Recht nehmen wir auch für uns in Anspruch, das werden wir in demokratischen Prozessen umsetzen. Aber unterstellen Sie uns bitte keinen Angriff auf die freie Kunst! (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD – Zurufe von Julian Barlen, SPD, und Thomas Krüger, SPD)
