Dr. Till Backhaus
Also erstens, diesen Niedergang, den Sie ansprechen, den muss man sich differenziert anschauen. Wir sehen uns mal die Leistungskurve an bei der Milch. (Zuruf von Jens Schulze-Wiehenbrauk, AfD) Dann haben wir vom Prinzip her das, was wir an Tieren zurückgebaut haben und nicht mehr haben, haben wir aufgeholt, weil die Milchleistung, die hier verkauft werden kann, die hier verarbeitet werden kann, da haben wir die Kapazitäten. Wie viel hatten wir in Milchquote? 1,32 Millionen Tonnen. Und wie viel produzieren wir heute in Mecklenburg-Vorpommern? 1,4 Millionen Tonnen. Das heißt, mit dem Tierbestand, den wir heute haben, 30 bis 40 Prozent abgebaut davon, produzieren wir die gleiche Menge, und die wird abgesetzt. Und das ist ein Riesenerfolg auch in der Landwirtschaft. Ich sage das ausdrücklich. (Beifall vonseiten der Fraktion der SPD) Punkt zwei: Wir haben, ja, wir haben ein Problem mit der Bundesebene. Ich sage mal ganz bewusst, das Düngegesetz ist am letzten Freitag durchgefallen, die Stoffstrombilanz ist untauglich. Das Tierhaltungskennzeichnungsgesetz, steht auch hier im Übrigen, beides steht hier drin, ist untauglich. Wenn es nach mir geht, wird das wieder abgeschafft und wir setzen klare Rahmenbedingungen. Wir haben Nachfrage, wir haben Nachfrage im Übrigen im Schweinebereich in dem Segment Bio, ganz klar, und da müssen wir weiter investieren. Wir werden im Übrigen auch – Alt Tellin, die Folgen –, habe ich mit dem Innenminister geregelt, wir werden ab dem kommenden Jahr, wenn die Notifizierung durchgegangen ist, im Übrigen höhere Fördersätze, auch, was den Brandschutz anbetrifft, werden wir die Betriebe unterstützen, wenn sie hier in Schweine investieren, insbesondere in den ökologischen Landbau, weil dort gibt es massive Nachfrage, die kann zurzeit nicht gestillt werden. Und deswegen werden wir in dem Bereich investieren. (Beifall vonseiten der Fraktion der SPD) Wir haben beim Geflügel, beim Geflügel, beim Geflügel haben wir ausgebaut, hier gibt es nach wie vor, nachfrageorientiert, wir werden diesen Bereich weiter unterstützen und fördern. Und daran können Sie erkennen, dass wir dem Ziel, das Frau Dr. Rahm-Präger angedeutet hat, nämlich eine GV, eher zwei GV pro Hektar, dass das eine ausgewogene, ökologisch, ökonomisch und sozial verantwortliche Politik ist, die wir versuchen wollen auch mit der Veredelungsproduktion in Mecklenburg-Vorpommern zu stabilisieren. Und das geht aus diesem Papier hervor. Haben Sie verstanden? (Heiterkeit vonseiten der Fraktion der SPD)
