Christian Winter
Ja, ich möchte eigentlich nur was richtigstellen. Also erst mal danke, Frau Präsidentin, für das Wort! Ich weiß gar nicht, welche Buchtipps wir Ihnen mitgegeben haben, das können wir dann vielleicht noch mal morgen beim Sommerfest erläutern. Ich habe noch kein Buch geschrieben, dafür habe ich einfach keine Zeit als Abgeordneter. (Zuruf von Henning Foerster, DIE LINKE) Ach so, alles klar, da war ich kurz abgelenkt. Ihren Literaturtipp nehme ich gerne entgegen. Nein, ich wollte noch mal klarstellen: Das mit dem Manchesterkapitalismus, das hat sich jetzt gar nicht unbedingt auf diesen Gesetzentwurf bezogen, das habe ich auch gesagt, aber das, was Sie hier immer erklären – Sie, Frau van Baal, und auch Herr Wulff sprechen ja in verschiedenen Punkten dazu –, dass immer mehr Regulierung auch mehr Wohlstand bringt, das halte ich einfach für ein überkommenes Paradigma. Ich glaube, das haben auch die Erfahrungen der letzten Jahre, (Unruhe vonseiten der Fraktion der AfD – Zuruf von Michael Meister, AfD) in denen sehr viel privat, zu viel privatisiert wurde, haben das gezeigt (Julian Barlen, SPD: Weniger Regulierung.) und damit natürlich auch … (Zuruf von Julian Barlen, SPD) Genau, genau, wo in den … Na ja, aber um die Jahrtausendwende wurde privatisiert, wurde weniger reguliert, und das war ein Fehler. … die Rechnung bekommen, und das hat nicht zu mehr Wohlstand geführt, das habe ich erklärt. Aber ehrlicherweise wollen Sie ja mit dem Gesetzentwurf jetzt hier auch nicht zurück auf den alten, den wir in der Großen Koalition hier im Land ausgearbeitet haben, sondern Sie wollen auch unter diese Standards zurück, und das sind tatsächlich zwei Schritte zurück, die ich für vollkommen verfehlt halte.
