Hannes Damm
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Herr Abgeordneter Seiffert, ich mache es noch mal am Mikrofon. Eigentlich macht man das ja nicht, aber weil Sie es nicht beantwortet haben. Für mich der größte Schmerz des heutigen Tages tatsächlich ist, dass wir gehört haben – und das war ja, als wir den Antrag gestellt haben zum blauen Wasserstoff in Mecklenburg-Vorpommern, da hatten Sie sich noch nicht festgelegt –, aber für mich der größte Schmerz ist, dass wir sagen, das ist die Zukunftsstrategie für unser Bundesland, wir wollen hier blauen Wasserstoff in Rostock, das halten wir für richtig. Ich persönlich halte es für grundfalsch. Ich persönlich sehe die erneuerbaren Potenziale, die wir haben. Ich persönlich sehe, wenn Sie diese auch sehen, auch die potenziellen Gefahren, die damit einhergehen, das Zeug irgendwo zu verpressen. Und dann zu sagen, na ja, die Norweger nehmen es uns schon ab, dann ist es aus meiner Sicht nichts anderes als „not in my backyard“. Wir wollen gerne die Wasserstoffindustrie hier, wir wollen aber nicht den Abfall davon haben. Und wir blockieren damit auch eine Industrie, die wir mit grünem Wasserstoff hier in Mecklenburg-Vorpommern haben können, fördern können. Dieses Geld kann man nur einmal ausgeben. Wir haben über Wasserstoffschlupf gesprochen, über CO -Restmengen, die übrig bleiben. All 2 das ist potenziell einfach ein Problem für das Klima. Carbon Usage ist eben ein Kreislauf beziehungsweise verschiebt die Emissionen in die Zukunft, und zwar in die extrem nahe Zukunft, wenn wir über E-Fuels sprechen. Das sind einige Tage und Wochen, das hatte ich auch ausgeführt. Deswegen, aus meiner Sicht sind ein paar Ansätze in diesem Antrag drin, wo Sie in die richtige Richtung wollen, aber am Ende, der größte Wermutstropfen, hier blauen Wasserstoff in Mecklenburg-Vorpommern zu fordern, zu fördern, zu finanzieren und dann auch CCS woanders, das halte ich für nicht ehrlich und grundfalsch. – Vielen Dank! (Beifall vonseiten der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
