Torsten Koplin
Also die Zuschreibung, Schönfärberei zu betreiben, weise ich von mir. (Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD) Jetzt gehe ich erst mal auf Herrn Förster ein. Und zwar will ich Ihnen gern sagen, die Erkenntnis, eine der ersten Erkenntnisse, die überhaupt sich Bahn brach, war: Die einzige Chance, diese Pandemie nicht mit noch mehr Dynamik zu versehen, ist, Abstand zu wahren. Und wenn du Menschenleben schützen willst und weißt, du hast im Moment nichts anderes als die Erkenntnis, um diese Pandemie zu stoppen, musst du auf Abstand gehen, dass das dann auch mit aller Konsequenz eingefordert wird. Dass es auch zu Überziehungen gekommen ist im Nachgang, ist vorhin gesagt worden. Hinterher ist man immer schlauer. Aber ganz vorne an stand, wie schützen wir Menschenleben und vor allen Dingen, wie schützen wir das Leben von Menschen, die als vulnerable Gruppen gelten, die also besonders schutzbedürftig sind, weil wir eine Fürsorge dafür haben, dass sie geschützt sind, sie sich selbst nicht ausreichend schützen können. Es ging um Leben und Tod. Und ich finde es allemal immer noch besser, ein Stück zu überziehen, als sehenden Auges Menschen in den Tod zu schicken. Das ist unverantwortlich! Das kann man nicht zulassen! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) Und Schönfärberei ist es auch deshalb nicht: Wir werden am 25. Juni in diesem Haus einen ersten Fachtag Long Covid haben. Wir werden uns also mit den Auswirkungen von dem, was geschehen ist, auseinandersetzen. Und um uns damit auseinanderzusetzen, müssen wir natürlich auch mit Ursachen und mit Geschehnissen umgehen, um zu erkennen, was passiert gerade, was passiert diesen Menschen und wie können wir diesen Menschen auch wieder kollektiv helfen. Und allein deshalb weise ich es von mir zu sagen, wir betreiben oder ich persönlich betreibe Schönfärberei. Mit aller Ernsthaftigkeit gehen wir das an, das kann ich Ihnen versichern. – Danke schön! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE)
