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Dr. Harald Terpe

GRÜNE 12.06.2024 Sitzungen 8/81

Frau Präsidentin! Verehrte Kolleginnen und Kollegen! Die Hälfte der Macht den Frauen! Mindestens! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Aus unserer Sicht ist diese Forderung eine Selbstverständlichkeit. Diese Forderung ist auch daher für uns nicht verhandelbar. Eines der mit diesem Gesetzentwurf verbundenen Ziele, die paritätische Besetzung der Verwaltungsräte und Vorstände, teilen wir daher ausdrücklich. Natürlich kann man da unterschiedlicher Meinung sein. Man kann sagen, wenn Frauen in Führungspositionen wollen, dann werden sie das auch ohne Gesetz schaffen. Da möchte ich eine Erfahrung aus meinem eigenen Leben mit anführen. Ich war mit sehr engagierten Frauen in der revolutionären Zeit unterwegs, und da gab es dieses Thema auch schon. Und da haben die Frauen aus dem Osten gesagt, wir brauchen keine Parität, weil wir werden uns auch so durchsetzen. Die Erfahrung von Jahrzehnten zeigt aber, es ist nicht das Verhalten der Frauen, sondern es sind die Verhältnisse, die dazu führen, (Jeannine Rösler, DIE LINKE: Richtig!) dass die Parität sozusagen in diesem Sinne nicht erreicht wird. Und gerade im Sparkassenbereich – ist ja auch schon gesagt worden –, wenn man sich in der Rostocker Ostseesparkasse umguckt, da sind überwiegend in allen Etagen Frauen unterwegs, die beraten, die Kreditverträge machen, die alles Mögliche machen. Und trotzdem, obwohl sie die Mehrheit der Beschäftigten bilden, gelingt es ihnen nicht sozusagen … (Horst Förster, AfD: Vielleicht wollen sie teilweise nicht. Vielleicht wollen sie nicht. Das können Sie sich gar nicht vorstellen!) Hören Sie doch mal zu! Ich habe es Ihnen doch gesagt, aus der Erfahrung. (Zuruf von Horst Förster, AfD) Die wollten das ursprünglich gar nicht, aber die Verhältnisse sind so, dass sie nicht durchkommen durch eine bestimmte gläserne Decke. Und da setzt dieser Gesetzentwurf zumindest mit einer Sollvorschrift an. Wir müssen die Verhältnisse so machen, dass Frauen in die Führungspositionen gehen. (Jeannine Rösler, DIE LINKE: Sehr richtig! – Zuruf von René Domke, FDP) Begrüßen möchte ich ausdrücklich auch das, was der Finanzminister gesagt hat, dass wir im Regionalisierungsprozess flexibler werden.

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