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Christine Klingohr

SPD 25.04.2024 Sitzungen 8/79

Herr Abgeordneter, natürlich zielen wir nicht nur auf Long Covid ab. Und ich habe es ja auch sehr deutlich in meinen Einleitungsworten und habe von postinfektiösen Krankheiten gesprochen. Auch da gehören diese Krankheiten, die Sie beschreiben, natürlich dazu. Wir können es immerzu benennen. Natürlich stehen wir dazu, sind genau dort im Austausch und werden uns auch um diese Krankheitsbilder kümmern. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) Um auf den Antrag der FDP-Fraktion einzugehen – das hatte ich bereits erwähnt –: Frau Drese hat hier die Anstrengungen im Land dargelegt, um die Versorgung von Long-Covid-Betroffenen zu verbessern. Wir haben heute zudem ausführlich über die Maßnahmen mehrere Male auf Bundesebene gesprochen. Damit geschieht sehr viel. Und ja, es bedarf nun darauf aufbauend weiterer Anstrengungen, um die vielen guten Ansätze langfristig umzusetzen. Aber die Behauptung kann auf keinen Fall stehen bleiben, die Landesregierung oder die Landespolitik, so wie in Ihrer Überschrift beschrieben, kümmerten sich nicht um die Betroffenen von Long Covid. (Zuruf von René Domke, FDP) Als Nebenbemerkung sei gesagt, dass die vorgeschlagene Finanzierung aus Mitteln des MV-Schutzfonds zudem etwas fragwürdig von Ihrer Seite erscheint, vor dem Hintergrund, dass Sie – Frau Becker-Hornickel hat es hier vorhin auch ausgeführt – sich stets für die schnelle Abwicklung des Fonds ausgesprochen haben. (Zuruf von René Domke, FDP) Zur unmittelbaren Verbesserung der Versorgung hier im Land betrachten wir es als notwendig, eine stärkere Vernetzung zwischen Ärzteschaft, Kliniken und Wissenschaft unter Einbeziehung der Patientinnen und Patienten zu erreichen. Eine äußerst positive Einschätzung erreichte uns in der letzten Woche von dem von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach eingerichteten Runden Tisch gegen Long Covid. Nach Einschätzung der Patientenorganisation „NichtGenesen“ – in diesem Falle von Frau Piepenhagen, sie ist für uns aus Mecklenburg-Vorpommern am Runden Tisch des BMG beteiligt – bestehen dort ein sehr enger und ein sehr guter konstruktiver Austausch und eine Zusammenarbeit. Auch dort mit am Tisch sitzt die Spezialistin Frau Professor Carmen Scheibenbogen, sie ist die Leiterin der Immundefekt-Ambulanz an der Charité in Berlin. Und sie erklärte an diesem dritten Runden Tisch, und ich darf zitieren: „Die Versorgung von Long COVID und postinfektiöser Erkrankungen ist sehr herausfordernd: Die Systemkonstellationen sind komplex, oft ist eine umfangreiche Differentialdiagnostik nötig, noch gibt es keine heilende Behandlung. Passgenau haben wir jetzt die Ausschreibung vom BMG, um genau die Strukturen aufzubauen, die wir brauchen. Mit der Ausschreibung des BMG haben wir eine Antwort darauf, wie wir jetzt möglichst schnell die Versorgung verbessern können.“ Zitatende. Unsere Aufgabe hier im Land ist es, darauf aufbauend nun für unser Bundesland die besten Wege für eine gute Versorgung zu suchen. Dafür werden wir uns weiter starkmachen und dafür steht unser gemeinsamer Antrag. – Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE)

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