Christian Pegel
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Ich entnehme nicht, dass es zu einer Attacke auf einen Polizeibeamten gekommen ist, die offenbar besonders aus Sicht der Kollegen hätte dargestellt werden müssen. Es gibt zumindest in dem Bericht – ich bin ja selbst beim Einsatz nicht zugegen gewesen – keinen Hinweis darauf. Dass er sich möglicherweise versucht hat einer Verhaftung entgegenzusetzen, will ich jetzt nicht ausschließen, beziehungsweise dem Verbringen außerhalb des Bahnhofsgeländes, weil er eben keine weitere Mitfahrmöglichkeit im Zug haben sollte, ein Hausverbot im Zug erhalten hat. Und ich kann nicht ausschließen, dass er dabei durchaus sich widersetzt hat, sodass die Kolleginnen und Kollegen fester zupacken mussten. Es gibt aber keinen Hinweis darauf, dass Weiteres festgehalten wurde. Zweitens. Ich kann nur auf den Sachverhalt, den ich hier wahrnehme, rekurrieren. Ob die Zugbegleiterin, die ich wiederholt erwähnt habe, auch Mutter war, kann ich Ihnen ebenfalls nicht sagen. (Torsten Koplin, DIE LINKE: Das wäre möglich.) Ich kann nur sagen, das ist das, was die Kolleginnen und Kollegen mir mit auf den Weg gegeben haben. Drittens. Die Einsatzzahl der Kolleginnen und Kollegen ist extrem hoch pro Tag. Wir geben bei Weitem nicht alle Einsätze in die Presseberichterstattung, das würde erheblichen Aufwand bedeuten, sondern wir reagieren auf Nachfragen, vor allen Dingen bei kleineren oder mittelschweren Straftaten. Und da gibt es Bereiche, wo entweder eine breite öffentliche Wahrnehmung war oder aber eine sehr schwere Straftat vorliegt, wo ab einem gewissen Punkt aktiv die Pressearbeit gesucht wird. Vor dem Hintergrund bettet sich das ein in das übliche Gebaren der Polizei. Ich kenne hier keinen Pressevorbehalt der Staatsanwaltschaft, habe das aber jetzt auch konkret nicht abgefragt.
