Stefanie Drese
Ja, auch da – vielen Dank – gibt es nicht eine einfache Antwort. Die Landarztquote möchte ich sehr wohl ausweiten, allerdings – das wissen Sie – ist darüber ein einstimmiger Beschluss der Kultusministerkonferenz notwendig. Deswegen kann ein erster Zwischenschritt sein, es dürfen 20 Prozent der Studienplätze vergeben werden für Landarztquote, für Studenten mit einer Behinderung und für ausländische Studenten, dass wir zumindest den Weg finden, das auszureizen, wenn von einem, ich sag mal, der anderen beiden nicht die volle Zahl ausgeschöpft wird, dass wir bis zu 20 Prozent dann auch über Landarztquote vergeben können. Da sehe ich mich auch in guter Unterstützung der Ärztekammer. Die haben am letzten Sonnabend auf ihrer Delegiertenversammlung eine erste Auswertung abgegeben. Und da zeigt sich, dass diejenigen, die aus dem Bundesland kommen, in Kleinstädten aufgewachsen sind und über diese Landarztquote in ihrem Studium gefördert werden, auch diejenigen sein werden, die dann bereit sind, bei uns im ländlichen Bereich auch tatsächlich Fuß zu fassen. Von daher ist auch die Frage – mit den Universitäten sind wir ja, Frau Martin und ich, im Gespräch –, dass nicht nur auf den Numerus clausus, sondern eben auch auf andere Dinge geguckt wird schon bei der Vergabe der Studienplätze. Nichtsdestotrotz heißt es nicht, wir wollen nicht mehr Studienplätze einrichten, allein, auch das geht nur, wenn alle anderen Bundesländer mitziehen. Denn momentan ist es leider so, dass wir verglichen an unseren Einwohnern mehr Medizinstudenten ausbilden als beispielsweise Hamburg, die sich da zugegebenermaßen auch einen schlanken Fuß machen. Und wenn wir alleine jetzt die Studienplätze erhöhen, ohne die Bundesländer um uns herum, kommen wir nicht zum Ziel.
