Dr. Harald Terpe
Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Wir haben ja jetzt eine ganze Menge schon über die Deponie gehört. Vielleicht sollte ich noch ein bisschen anfügen, was war denn eigentlich vor der deutschen Einheit. Da gab es schon mal eine Bezeichnung: das Giftmüllklo in Ihlenberg für den Westteil Deutschlands. Wir entsorgen heute oder wir sichern die Deponie heute auch für die Sünden der Vergangenheit ab. Das muss man auch wissen. Und damals, damals war es ja nun mal auch so, da gab es keine Bürgerinitiativen im Grenzbereich, die sich hätten dagegen wehren können. Also sagen wir doch mal, was sich alles positiv verändert hat, dass es Bürgerinitiativen gibt, wenn es auch nur abfällig hier mit „drei GRÜNEN aus Selmsdorf“ goutiert wird. (Heiterkeit und Zuruf von Martin Schmidt, AfD) Da ist heutzutage aber auch die Bürgerinitiative von Lübeck mit dabei, das ist nämlich, Ihlenberg liegt ja vor der Haustür von Lübeck, also es ist nicht so, dass es da nun gar keine gibt. (Heiterkeit und Zuruf von Thore Stein, AfD) Ja, ja, ich kenne mich da aus, weil ich die ganze Zeit in der Bundestagszeit auch auf dieser Ihlenbergdeponie immer war. Und es gab immer eine Diskussion darüber, wie man mit der Abdeckung, mit der Sicherheit gegen diese Vergiftung sozusagen umgeht. Und das sind immer Kompromisse gewesen. Und so empfinde ich auch den Kompromiss, der jetzt bei 2035, da sind ja auch Gespräche vorweggegangen, und da gibt es eben die Zusage für 2035. Und ich sehe es eigentlich genauso wie die Kollegin Schlupp aus der CDU, da ist jetzt überhaupt noch gar keine Veranlassung, dass man jetzt schon sagt, wir wissen also jetzt schon alles besser. (Der Abgeordnete Thore Stein bittet um das Wort für eine Anfrage.) Ich finde es gut, dass man sich um Alternativen, alternative Betreibung sozusagen ...
