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Christian Winter

SPD 15.03.2024 Sitzungen 8/77

Das ist eine berechtigte Frage. Ich habe noch keine anderen Vorschläge gehört. Und natürlich glauben wir das, ansonsten würden wir diesen Antrag hier nicht einbringen. (Zuruf von Thore Stein, AfD) Und ich gebe Ihnen gerne auch zur Kenntnis die Dinge, die ja hier auch in der Rede erwähnt wurden. (Zuruf von Beate Schlupp, CDU) Wir haben tatsächlich vereinzelt mit Unternehmerinnen und Unternehmern von nicht gerade Kleinstbetrieben, von kleinen, aber mittleren Betrieben bis zu einer Größenordnung von Betriebsgrößen bis zu 50 Beschäftigten gesprochen. Und die haben uns erst mal gefragt: Was ist denn überhaupt betriebliche Gesundheitsprävention? Allein diese kleine anekdotische Evidenz, aber auch die Zahlen, die ich genannt habe, zeigen, der Handlungsbedarf ist da groß. Und wir haben ja gehört, dass die IHK was machen, aber auch die IHK erreichen doch nicht alle Unternehmerinnen und Unternehmer. Das wissen Sie doch selbst am besten, dass der Draht da auch immer nicht eng ist. Gleichwohl – Herr Waldmüller hat ja von Eigenverantwortung gesprochen –, was spricht denn dagegen, dass auch Beschäftigte ihren Chef mal darauf hinweisen, dass das möglich ist? Also es geht ja einfach darum, diesem Thema eine große Plattform und eine enorme Reichweite zu geben. (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) Danke für diese Frage! Zudem hat die betriebliche Gesundheitsprävention nicht nur positive Wirkung auf die Lebensarbeitszeit, sondern viele Maßnahmen dienen – das wurde eben auch von Herrn Foerster angesprochen und von anderen auch – der Verringerung von Krankheitstagen. Und auch, auch bei jüngeren Belegschaften, die wir ja auch haben in Mecklenburg-Vorpommern, selbst bei denen hilft das, die Ausfallzeiten zu minimieren, dadurch auch Produktivität zu erhöhen. Generell sind natürlich eine gesundheitliche Widerstandsfähigkeit und auch eine Investition in das Gesundheitsbewusstsein der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Investition in die Zukunft, und am Ende profitieren hier vor allem die Unternehmen. Und auch hier gibt es bekanntermaßen in unserem Bundesland enorme Handlungsbedarfe, weil M-V ist seit vielen Jahren das Bundesland, was in den Statistiken bei Krankenstand und Krankheitstagen das Bundesländerranking unrühmlicherweise anführt. Wir sprechen hier über niedrigschwellige Programme, die meist mit wenig Kostenaufwand für Arbeitgebende verbunden sind. Es gibt durchaus großzügige Fördermöglichkeiten, die gibt es bereits bei der Berufsgenossenschaft, Unfallkasse, aber auch bei den gesetzlichen Krankenversicherungen, weil die wissen am Ende immer, Vorsorge ist günstiger als Nachsorge. Und vor allem ist das anders als vielleicht andere Personalmaßnahmen. Wie das Homeoffice ist das hier wirklich eine Maßnahme, die überall anwendbar ist. Und Herr Waldmüller hat jetzt so ein bisschen darauf angespielt, wir tun hier was für die Leute, die vielleicht im Büro sitzen. Nein, es ist auch für das Handwerk was Entscheidendes. Ich kenne ein Unternehmen bei mir aus dem Wahlkreis, gar nicht weit weg, das war, glaube ich, nicht mal in Ihrem 10-Kilometer-Radius, dort kommt jeden Freitag ein Physiotherapeut, um die Gerüstbauer, das ist ein großes Gerüstbauunternehmen, denen dort gesundheitliche Behandlungen zukommen zu lassen, was nachweislich dort auch zu positiven Effekten führt. (Zuruf von Thomas de Jesus Fernandes, AfD) Das ist nur ein Beispiel. (Stephan J. Reuken, AfD: Ja, dein Kumpel.) Sie können ja auch manche vorschlagen. Das ist kein Kumpel von mir. Ich weiß …

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