Torsten Koplin
Jetzt komme ich zum Thema und möchte den Gesetzesentwurf würdigen, und zwar in drei Punkten: (Unruhe vonseiten der Fraktion der AfD) einmal hinsichtlich der Geschlechterparität, ein ganz wichtiger Punkt. Herr Schmidt meinte, das hat was mit Ideologie zu tun, zunächst etwas mit Geschlechtergerechtigkeit: 50,7 Prozent der Bevölkerung sind Frauen, (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE) und Herr Geue hat darauf hingewiesen, dass wir – und da gehören wir zur Spitze der Bewegung – 37,5 Prozent in Vorständen haben, sind Frauen. Und das reicht uns nicht aus Gründen der Geschlechtergerechtigkeit, aber nicht nur aus diesen, Herr Schmidt, denn Sie haben ja gesagt, es müsste nach Qualifikation gehen, und damit haben Sie indirekt unterstellt, dass Frauen weniger qualifiziert wären für das Amt. (Martin Schmidt, AfD: Falsche Interpretation.) Und da liegen Sie a) völlig falsch. Uns ist das auch aus Gründen der Geschlechtersensibilität wichtig, denn es macht schon einen Unterschied, ob über Kredite Frauen und Männer oder überwiegend Männer zu entscheiden haben. Frauen haben einen anderen Blick auch auf die Situation von Unternehmerinnen und Unternehmern. (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Das ist sexistisch.) All das muss auch eine Rolle spielen. (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Chauvinistisch. – Zuruf von Stephan J. Reuken, AfD) Und eine Geschlechtergerechtigkeit in Vorständen und Gremien würde an der Stelle auch Unwuchten beseitigen im Interesse einer florierenden Ökonomie in unserem Land. Ein zweiter Punkt ist die der Transparenz, der Transparenz der Entgelte. Dafür sind wir immer eingestanden, schon im geltenden Gesetz. Da gibt es nur eben noch das Schlupfloch, dass man das verhindern kann. Jetzt wird es offengelegt, und das auch nicht aus formalen Gründen, sondern aus Gründen, dass man schauen kann, ist das angemessen angesichts der Situation des Geldinstituts, was da ausgezahlt wird, um auch zu schauen, um Vergleichen zu schauen. Alles im Leben, wie Sie wissen, ist im Vergleich. Und das Dritte, was ich ansprechen möchte, ist eben die Verlässlichkeit, ein ganz wichtiges Kriterium. Und wenn wir die Ausschüttungsquote bei 35 Prozent festlegen, ist das ein Aspekt der Verlässlichkeit. Die durchschnittliche Quote in der Bundesrepublik sind 17,5 Prozent bei Banken. Wir setzen also hoch an, aus guten Gründen, weil wir robuste, starke Sparkassen haben wollen. Dafür steht auch DIE LINKE. Insofern sind wir da eine Sparkassenpartei – unbenommen. (Thomas de Jesus Fernandes, AfD: Also doch!) Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! (Beifall vonseiten der Fraktionen der SPD und DIE LINKE)
