Thore Stein
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Werte Kollegen! Herr Bruhn, Sie haben mich doch gereizt, noch mal nach vorne zu treten ans Rednerpult mit Ihren nicht ganz freundlichen Bemerkungen, das, was ich hier erzählen würde, würde jeglicher Realität entbehren. Das ... (Dr. Anna-Konstanze Schröder, SPD: Recht hat er!) Ja, mag ja sein, dass er recht haben soll. Ich beziehe oder bezog mich seinerzeit, Herr Bruhn, auf Zahlen, die das Ministerium von Herrn Backhaus herausgegeben hat in der Antwort auf eine Kleine Anfrage. Können Sie gerne nachlesen, 8/1181. Lesen Sie es gerne nach! Diese Zahl habe ich zugrunde gelegt, um daraus eine Zuwachsrate abzuleiten. Diese Zuwachsrate deckt sich zufällig mit den Zuwachsraten, die man auch in der Fachliteratur findet, und zwar für Wolfspopulationen, die in einen unbesiedelten Lebensraum vordringen, was wir in Deutschland nun mal haben. Und da ist es natürlich vollkommen logisch, dass diese Wolfspopulation sich in den ersten Jahren und auch Jahrzehnten mit diesem angenommenen Faktor ausbreiten wird, da die ausbreitungsbegrenzenden Faktoren eben – wie eine Einschränkung des Lebensraums oder eine Erhöhung der Mortalitätsrate durch eben zum Beispiel Seuchen oder eben auch eine Bejagung – nicht gegeben sind. Das heißt, wir werden in den nächsten 10 bis 20 Jahren diesen Zuwachsfaktor in diesem Land noch sehen, bis wir einen Wendepunkt haben, der dann langsam in einer Abflachung hin zu einer Kapazitätsgrenze führen wird. Nichts anderes habe ich gesagt. Und ich habe gesagt, wir reden über die nächsten zehn Jahre. Also unterstellen Sie mir hier bitte nicht, dass ich fachlich unversiert hier auftrete! Das lehne ich entschieden ab. Und vielleicht kommen Sie nach vorne und erklären mir mal, wie Sie auf das Gegenteil kommen. – Danke schön! (Beifall vonseiten der Fraktion der AfD – Zuruf von Torsten Koplin, DIE LINKE)
